Fünf Fragen an Bürgermeister Thomas Baumann

Seit 20 Jahren Spaß an der Arbeit

Wein und andere Präsente: Ludwigsaus Bürgermeister Thomas Baumann erhielt viele Geschenke zum Amtsjubiläum. Foto: Hildebrand

Friedlos. Den 15. August 1994 wird Thomas Baumann wohl sein Leben lang nicht vergessen. An diesem Tag trat er das Amt als Bürgermeister der Großgemeinde Ludwigsau an. 20 Jahre später übt er den Beruf noch immer aus und wurde dafür bei einer Veranstaltung im Friedloser Bürgerhaus geehrt.

Anwesend waren unter anderen Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt und Karl-Christian Schelzke, der Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, um Baumann zu gratulieren. Mit unserer Zeitung sprach der Rathauschef über zu sein Amtsjubiläum.

Wie haben Sie es 20 Jahre als Bürgermeister ausgehalten?

Thomas Baumann: Die Zeit ging sehr schnell rum und kam mir nicht wie 20 Jahre vor. Wenn man etwas zu tun hat, verfliegt die Zeit.

Macht Ihnen der Job denn nach der langen Zeit noch Spaß?

Baumann: Wenn es nicht so wäre, würde ich den Job nicht mehr machen. Hätte ich als Bürgermeister keinen Spaß, hätte ich wahrscheinlich schon nach der ersten Amtsperiode aufgehört. Man kann einen Beruf nur so lange ausführen, wenn man auch wirklich Freude an der Arbeit hat.

Was empfehlen Sie mit Ihrer Erfahrung jüngeren und unerfahreneren Kollegen?

Baumann: Ich brauche da keine Ratschläge zu geben. Jeder meiner jüngeren Kollegen hat sich mit der Materie beschäftigt und sollte seinen eigenen Weg gehen. Bei Fragen gebe ich aber natürlich gerne Auskunft und beantworte diese offen und ehrlich.

Was möchten Sie in Ludwigsau noch erreichen?

Baumann: Es gibt noch viel zu tun. Zum Beispiel gilt es, die Vermögenssubstanz so zu halten, wie sie aktuell ist. Außerdem stellt uns der demografische Wandel vor große Aufgaben. Weiterhin ist es mein Ziel, dass das gute Miteinander zwischen Verwaltung, Parlament und den Bürgern so erhalten bleibt.

Was macht Bürgermeister Baumann, wenn er abends im Rathaus das Licht ausschaltet?

Baumann: Ich fahre dann zwar nachhause, in der Regel bin ich aber an vier Tagen in der Woche abends unterwegs. Nur, weil ich das Licht im Rathaus ausschalte, ist noch nicht Feierabend. Bürgermeister ist man rund um die Uhr.“ (khi)

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