Auffahrunfall bei Bad

Schwerer Unfall auf der A7: Zwei LKW-Fahrer eingeklemmt

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Eingeklemmt: Die Feuerwehr musste zwei LKW-Fahrer befreien.

Neuenstein. Ein auf der Fahrbahn liegendes Metallteil war die Ursache für eine ganze Kette von Unfällen, die sich am Dienstagmorgen auf der A7 zwischen Bad Hersfeld West und Homberg/Efze ereignet haben.

Gegen 1.55 Uhr überfuhr ein 33-jähriger Sattelzugfahrer aus Klingenberg in Sachsen das Metallteil. Wie es auf die Fahrbahn gelangen konnte ist derzeit unklar. Die Polizei vermutet, dass es von einem anderen Fahrzeug verloren wurde. Der Tank der Sattelzugmaschine a wurde ufgerissen, 400 Liter Diesel verteilten sich auf allen drei Fahrspuren. Die Fahrbahn musste ab der Anschlussstelle Hersfeld/West komplett gesperrt werden. Ölbindemaschine im Einsatz Die Feuerwehr aus Homberg/Efze, die Autobahnmeisterei Wildeck-Hönebach sowie später eine Ölbindemaschine eines Abschleppdienstes aus Fulda wurden angefordert. Die im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer – außer dem Schwerverkehr – wurden zwischen der Anschlussstelle Hersfeld/West und der Unfallstelle entgegen der Fahrtrichtung aus der abgesperrten Unfallstelle gelotst. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf 5 000 Euro.

Aktualisiert um 13 Uhr.

Am Stauende ereignete sich gegen 4.10 Uhr ein folgenschwerer Auffahrunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen. Ein 54-jähriger türkischer Sattelzugfahrer bremste am Stauende ab, ein nachfolgender slowenischer LKW-Fahrer bemerkte das zu spät und fuhr auf. Der dahinter fahrende 52-jährige Sattelzugfahrer aus Gardelegen (Altmarkkreis Salzwedel) erkannte die Situation ebenfalls zu spät, fuhr auf den slowenischen LKW auf und schob diesen unter den Sattelzuganhänger aus der Türkei. Der 57-jährige slowenische Fahrer und sein 39-jähriger Beifahrer wurden schwerstverletzt. Hier schätzt die Polizei den Sachschaden auf 110 000 Euro. Die Feuerwehren aus Kirchheim und Bad Hersfeld mussten die Männer aus dem Führerhaus befreien. Zur Bergung des slowenischen Beifahrers landete ein Rettungshubschrauber auf der Gegenfahrbahn und brachte den Verletzten in die Städtischen Kliniken nach Fulda. Zur Landung musste die Gegenfahrbahn in Richtung Fulda ebenfalls kurzfristig gesperrt werden.

Dritte Unfallstelle An diesem Stauende erkannte ein 30-Jähriger deutscher Sattelzugfahrer den vor ihm haltenden polnischen Lastzug zu spät und fuhr auf diesen auf. Hier entstand nur ein Sachschaden von 25 000 Euro. Während der Bergungs- und Reinigungsmaßnahmen staute sich der Verkehr laut Polizei in Richtung Fulda nur kurzzeitig; schnell konnten zwei Fahrspuren freigegeben werden. In Richtung Kassel staute sich der Verkehr noch bis zur Mittagszeit bis ans Kirchheimer Dreieck. Zwei der drei Fahrspuren konnten zu diesem Zeitpunkt auch dort für den Verkehr freigegeben werden. (yk/jce)

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