Zoll kontrolliert Pizzeria und Baustelle

Schwarzarbeit:  Bauarbeiter aus Bosnien werden ausgewiesen

Baustellen und Gastronomiebetriebe werden zurzeit verstärkt von den Zöllnern der Bad Hersfelder Finanzkontrolle Schwarzarbeit unter die Lupe genommen. Am Montag wurden die Beamten unter anderem in Neuenstein fündig. Foto: nh

Bad Hersfeld/Neuenstein. Bei verdachtsunabhängigen Kontrollen gingen Bad Hersfelder Zöllnern der Finanzkontrolle Schwarzarbeit am Montag gleich fünf Schwarzarbeiter ins Netz.

Bei einem Pizzalieferservice in Schwalmstadt-Treysa wurden die Pizzas von einem Inder und einem Buthaner „schwarz“ gebacken. Beide hatten keine Arbeitsgenehmigungen für ihre Be-schäftigung als Pizzabäcker.

Der 31-jährige Asylbewerber aus Buthan hatte zudem gegen einen räumlich beschränkten Aufenthalt, der nur für den Regierungsbezirk Gießen galt, verstoßen.

Der 22-jährige Inder besaß einen gültigen Aufenthaltsausweis für Italien. Er wurde von der Ausländerbehörde aufgefordert Deutschland umgehend zu verlassen und nach Italien auszureisen.

Darüber hinaus war eine 27-jährige deutsche Küchenhelferin nicht ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet. Damit war das komplette Personal in der Pizzeria „schwarz“ beschäftigt.

Auf der Rückfahrt nach Bad Hersfeld inspizierten die Zöllner dann den Neubau eines Einfamilienhauses in Neuenstein. Dabei trafen sie auf zwei 38 und 25 Jahre alte Bosnier, die mit Verputzarbeiten beschäftigt waren.

Beide hatten keine Genehmigung für die Arbeit in Deutschland und waren nach eigenen Angaben seit zwei Tagen für einen Bad Hersfelder Bauunternehmer auf dem Bau tätig. Die Männer wurden wegen Verdachts des illegalen Aufenthaltes vorläufig festgenommen. Die Ausländerbehörde verfügte die Ausweisung in ihr Heimatland.

Gegen die beiden Arbeitgeber ermittelt der Zoll jetzt wegen Schwarzarbeit und illegaler Ausländerbeschäftigung. (red/zac)

Kommentare