Neuensteiner Parlament verabschiedet Nachtragshaushalt einstimmig – Einbruch bei Gewerbesteuer

Schnelle Reaktion spart Kosten

Aua. Ganz unerwartet hat der Einbruch bei der Gewerbesteuer die Gemeinde Neuenstein nicht getroffen. Deshalb hatte Bürgermeister Walter Glänzer schon den Haushaltsansatz im Urhaushalt vorsichtig angesetzt, da mit einer schwächeren Wirtschaftsentwicklung zu rechen war. Dass die Gemeinde dann aber auf einen Betrag in Höhe von 1,275 Millionen Euro verzichten musste, das tat den Neuensteinern weh, die sich sonst immer über gute Steuereinnahmen hatten freuen können.

Um den Schaden möglichst zu begrenzen, war das Parlament kurzfristig Ende Juni zu einer Sitzung zusammengetreten, in der Glänzer einen Nachtragshaushalt vorstellte, der zum einen zahlreiche Sparmaßnahmen, beziehungsweise die Verschiebung von Projekten beinhaltete, zum anderen eine Entnahme aus der Rücklage von 562 000 Euro.

Durch die schnelle Reaktion habe die Gemeinde 263 000 Euro bei der Gewerbesteuerumlage sparen können, stellte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Schäfer fest und lobte die Gemeindegremien, die in dieser schwierigen Situation Handlungsfähigkeit, Weitblick und Schnelligkeit bewiesen hätten.

Darin war er sich mit SPD-Sprecher Heinrich Hemel einig, der zudem auf die sinnvolle Umschuldung von Krediten hinwies. Beide Fraktionen verabschiedeten den Nachtrag einstimmig. Wichtige Projekte, wie der Ankauf von Gelände an der MZH und die Vereinförderung bleiben übrigens erhalten.

Von Christine Zacharias

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