Eröffnung des neu angelegten Rosengartens auf dem Gelände von Schloss Neuenstein

Rotkäppchens Rosengarten

Schloss Neuenstein ist um eine Attraktion reicher. Der Rosengarten fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein. Foto: Schmidl

Saasen. Aus historischer Überlieferung ist bekannt, dass bereits zur Zeit „derer von Wallenstein“ und Nachkommen sowie aus Zeiten des hiesigen Sitzes der preußischen Domänen- und Forstverwaltung auf dem Schloss-Areal ein Lust- und Rosengarten angelegt wurde.

In den Jahren 2002 bis 2003 wurde Schloss Neuenstein zu einem Schulungs- und Veranstaltungszentrum umgebaut. In dem romantischen Ambiente wird auch gern geheiratet. „Wir haben hier 40 bis 50 Hochzeiten im Jahr und nun auch den passenden Hintergrund für die romantischen Hochzeitsfotos“, freute sich Neuensteins Bürgermeister Walter Glänzer bei der feierlichen Eröffnung des neu angelegten Rosengartens in der Schlossanlage am Sonntag im Rahmen des „Tages des offenen Denkmals“.

Passt ins Gesamtbild

Der Rosengarten wurde durch den Bürgerverein Schloss Neuenstein in Zusammenarbeit mit dem Verein Roseninsel Park Wilhelmshöhe und dem Rosenfreundekreis Kassel der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde geplant. Die Bepflanzung wurde dem historischen Bauwerk mit alten Sandsteinmauern angepasst und fügt sich damit sehr gelungen in das Gesamtbild ein.

Die verschiedenen Rosensorten, die von Mai bis September blühen, wurden nach den klimatischen Verhältnissen des hiesigen Mittelgebirges Knüll ausgesucht.

Der Name des Gartens geht auf das allseits bekannte Märchen „Rotkäppchen“ zurück, nach welchem auch die Region Rotkäppchenland benannt ist. Von der Idee bis zur Verwirklichung des Rosengartens, die von dem Knüll-Zweckverband finanziell unterstützt wurde, dauerte es drei Jahre.

Dass die Rosen mit so wohlklingenden Namen wie „Mozart“, „Margaret Merril“ und „Schneeflocke“ so gut angewachsen sind, liegt sicher auch an Bürgermeister Glänzer, der nach dem Anpflanzen an vielen Abenden fleißig gegossen hat.

Blütenpracht und Patina

Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, der sich noch an die Rasenfläche zwischen den Buchsbaumhecken erinnern konnte, zeigte sich angesichts der Blütenpracht und der bereits angesetzten Patina an der Umrandung verblüfft, dass diese Anlage erst im Februar und März dieses Jahres entstanden ist. (gs)

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