250 Dinge, die wir an der Region mögen (150): Die Fuldaauen bei Mecklar

Refugium für Wasservögel

Malerisches Idyll in der Region: Der Fulda bei Mecklar wurde kurz hinter der Brücke ein künstlicher Seitenarm angelegt. Foto: Manns

Mecklar. Der ehemalige Baggersee bei Mecklar entwickelt sich seit der Renaturierung der Fulda 2005 immer mehr zum Refugium für seltene Wasservögel. Dort kann man den Haubentaucher beim Brüten auf seinem schwimmenden Nest beobachten und dem in unserer Region seltenen Silberreiher bei der Nahrungssuche zuschauen.

Fliegender Diamant

Der Graureiher hat sich an dem Gewässer schon lange als Stammgast etabliert, genauso wie die Nilgans. Auch der sehr seltene Flussregenpfeifer wurde dort schon gesichtet. Hier und da zieht eine Schwanenfamilie auf dem Wasser ihre Kreise und im Graben nebenan ist das Gequake der Frösche zu hören.

Libellen in allen Farben fliegen bei der Nahrungssuche dicht über das Wasser und im Frühjahr ruft der Kuckuck aus dem dichten Weidengebüsch.

Und wenn man ganz großes Glück hat, kann man den sehr scheuen Eisvogel, auch bekannt als der „fliegende Diamant“, beim Fischen beobachten. Wildenten aller Gattungen fühlen sich mittlerweile dort schon heimisch und sorgen für Nachwuchs. Die Uferbereiche und die künstlich angelegten Inseln sind mittlerweile dicht mit Weiden und Gebüsch zugewachsen und sorgen dafür, dass auch die Vögel vom Menschen ungestört brüten können.

Künstlicher Nebenarm

Unterhalb der Mecklarer Brücke wurde damals die Fulda aufgespalten und ein künstlicher Nebenarm angelegt. Mit der Anbindung des Baggersees an die Fulda hat man dafür gesorgt, dass im südlichen Bereich frisches Wasser einfließen kann und im nördlichen Bereich wurde ein Abfluss in die Fulda geschaffen. Mit dieser Maßnahme ist auch eine Hochwasserentlastung für Mecklar ermöglicht worden. Diese Renaturierungsarbeiten wurden am 12. Januar 2005 von der Firma Beisheim aus Bebra begonnen und am 20. Oktober 2005 abgeschlossen. Damit wurde wieder einmal sehr deutlich bewiesen, nur wenn der Mensch aus den Fehlern der Vergangenheit lernt und diese korrigiert, erholt sich die Natur und die Tiere kommen zurück.

Von Gerhard Manns

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