Radwegekirche in Mecklar gekennzeichnet

Radfahrer sind hier willkommen

Das kleine grüne Schild verrät es: In Mecklar gibt es eine offizielle Radwegekirche. Unser Bild zeigt von links Volker Drewes, Karin Ludwig-Heiderich und Nina Wetekam. Foto: nh

Mecklar. Seit einigen Jahren ist die Kirche in Mecklar auch wochentags geöffnet und heißt besonders Radfahrer auf dem Fuldaradweg R1 willkommen. Seit Sonntag ist sie als Radwegekirche gekennzeichnet. Ein kleines grünes Schild am Eingang der Kirche macht es für alle sichtbar. Im Kirchenkreis Hersfeld ist sie damit die erste offizielle Radwegekirche.

Ein bunt umstricktes Fahrrad vor der Kirche weist darauf hin: Hier sind Radfahrer gern gesehene Gäste. Durch ihre direkte Nähe zum Fuldaradweg wird die Kirche oft von Radfahrern besucht. Pfarrerin Karin Ludwig-Heiderich, der stellvertretende Dekan Volker Drewes und Nina Wetekam von der Landeskirche freuten sich daher über die Kennzeichnung als „Radwegekirche“.

Im Festgottesdienst drehte sich dann auch alles um das Fahrrad. Mit dem Lied „Mir san mit dem Radl da“ wurde der Gottesdienst eröffnet und Pfarrerin Ludwig-Heiderich radelte mit dem Fahrrad in die Kirche ein. Sie und Volker Drewes wiesen in ihrer Predigt darauf hin, wie wohltuend es sei, sich mit einer Fahrradtour eine Auszeit vom Alltag zu nehmen und übertrugen das Gebot „Du sollst den Feiertag heiligen“ in die kurze Formel „Mach mal Urlaub!“.

Die Fachreferentin für Offene Kirchen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Nina Wetekam, erinnerte in ihrem Grußwort an die lange Tradition der Gastfreundschaft der christlichen Gemeinden und sagte über die offenen Kirchentüren in Mecklar: „Wie wunderbar, wenn Menschen durch die schön gestaltete Kirche und durch verschiedene Angebote im Kirchenraum erfahren, wie einladend Kirche sein kann.“

Am Morgen hatte der Kirchenvorstand eine kleine Fahrradtour angeboten und nach dem Gottesdienst die Gemeinde zu Mittagessen, Kaffee und Kuchen eingeladen.

Die Kirche in Mecklar ist von Ostern bis Oktober täglich von 10.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Eine Besonderheit sind die Buntglasfenster von Tobias Kammerer zur Heilsgeschichte und zur Mecklarer Dorfgeschichte. (red/sis)

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