Gemeinde prüft Beitritt zum Ordnungsbehördenbezirk

Neuenstein: Probleme mit Rasern im Dorf

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Aua. Regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen in Neuenstein – davon wollte die CDU-Fraktion bisher nichts wissen. „Wir wollten die Autofahrer nicht abkassieren“, meinte deren Vorsitzender Jürgen Schäfer. Konsequenterweise war Neuenstein deshalb als einzige Gemeinde im Landkreis Hersfeld-Rotenburg noch nicht dem Ordnungsbehördenbezirk beigetreten, der bei der Stadt Bebra angesiedelt ist und sich um die Verkehrsüberwachung kümmert.

Das soll sich nun ändern. Das Parlament beauftragte in seiner jüngsten Sitzung in Aua den Gemeindevorstand zu prüfen, unter welchen Bedingungen ein Beitritt zum Ordungsbehördenbezirk möglich sei.

Auslöser für den Sinneswandel waren die Neuensteiner Bürger. Während des Bürgermeisterwahlkampfes sei in fast jedem Ort das Problem der Geschwindigkeitsüberschreitungen in den Ortsdurchfahrten angesprochen worden, berichtete Bürgermeister Walter Glänzer. Er wies auch auf die guten Erfahrungen mit der elektronischen Warnanlage in Untergeis hin.

Vor einem Beitritt sollten jedoch erst einmal mögliche Kosten und Rahmenbedingungen geklärt werden, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Heinrich Hemel. Das sah auch die CDU so. Deren Antrag wurde folglich einstimmig verabschiedet.

Von Christine Zacharias

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