Alarmübungen der Feuerwehren der Gemeinde Ludwigsau

Proben für den Ernstfall

Erfolgreich: Die Feuerwehrleute haben bei der Alarmübung den „Vermissten“ im verqualmten Gebäude gefunden und in Sicherheit gebracht. Foto: Manns

Ludwigsau. Bei weit über 30 Grad im Schatten und unter praller Sonne probten die Ludwigsauer Feuerwehren am Samstag beim zweiten Teil der jährlich stattfindenden Alarmübungen den Ernstfall. Der erste Teil hatte am Wochenende zuvor in Friedlos stattgefunden.

Alarmiert wurden die Wehren des unteren Rohrbachtals ab dem Ortsteil Biedebach und des Fuldatals. Schwerpunkt war die Zusammenarbeit der vor einiger Zeit gebildeten Löschgruppen, die auch bei allen größeren Einsätzen zusammen alarmiert werden. Die Löschgruppen setzen sich meistens aus ein bis drei Ortsteilwehren zusammen. Damit soll die Tagesalarmbereitschaft zu ungünstigen Zeiten sichergestellt werden. Wie die drei Gemeindebrandinspektoren nach der Übung feststellten, klappte die Zusammenarbeit gut und auch die Übungen wurden, bis auf einige kleinere Fehler, zur Zufriedenheit der Führungskräfte abgearbeitet.

Am zweiten Übungssamstag wurden die Wehren ab Gerterode talaufwärts bis Hainrode alarmiert.

Die Einsatzkräfte aus Beenhausen, Gerterode und Oberthalhausen mussten einen simulierten Brand im Raiffeisenlager mit drei vermissten Personen im Gebäude bekämpfen, wobei der Schwerpunkt die Menschenrettung bildete. Für die Atemschutzgeräteträger eine mehr als schweißtreibende Angelegenheit. Nach der Übung wurde kräftig Mineralwasser getrunken, um den Wasserverlust im Körper wieder auszugleichen.

Auch hier waren die Ludwigsauer Führungskräfte weitgehend mit dem Ablauf der Übung zufrieden. Zu der Übung war auch die Wehr Niederthalhausen alarmiert worden, die aber nicht ausrückte, weil nur zwei Kameraden dem Ruf der Sirene gefolgt waren.

Der Abschluss des Übungsreigens fand auf dem Hof der Getränkehandlung von Rüdiger Führ in Ersrode statt. Dort musste ein bewusstloser Fahrer aus einem brennenden Lastwagen gerettet werden.

Als unparteiische Beobachter waren einige Einsatzkräfte der Feuerwehr Wildeck-Obersuhl dabei, die alles genau beobachteten und bis auf kleinere Mängel, keine gravierenden Fehler feststellten.

Von Gerhard Manns

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