Zwei junge Segelflieger mussten auf dem Weg zur Wasserkuppe unplanmäßig „halten“

"Notlandung" auf Acker bei Untergeis

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Zwei junge Segelflieger landeten in Untergeis auf einem Acker.

Untergeis. Zwei junge Piloten sind mit ihren Segelflugzeugen auf dem Weg vom Sauerland zur Wasserkuppe am Samstag gegen 17.20 Uhr unplanmäßig in Neuenstein-Untergeis gelandet.

Ein Verkehrsteilnehmer aus Homberg, der auf der Bundesstraße 324 von Neuenstein- Aua kommend in Richtung Bad Hersfeld unterwegs war, bemerkte ungefähr einen Kilometer vor Untergeis, wie ein Segelflugzeug auf dem angrenzenden Acker zur Landung ansetzte. Das Flugzeug kam nach seinen Angaben sicher auf dem Acker auf und zum Stillstand. Er informierte daraufhin aber sofort die Polizeistation Bad Hersfeld.

Als die Funkstreife etwas fünf Minuten später eintraf, entdeckte sie sogar zwei Segelflugzeuge, die auf dem bearbeiteten Feld standen.

Nach der Befragung der noch sehr jungen Flugzeugführer aus dem Sauerland war die Ursache schnell gefunden. Auf Grund mangelnder Thermik war die Notlandung erforderlich gewesen. Die 19 und 20 Jahre alten Piloten waren auf einem Privatflug vom Sauerland zur Wasserkuppe aufgebrochen.

Nach nun insgesamt sechs Stunden Flugzeit reichte die Thermik nicht mehr aus, beide Flugzeuge in der Luft zu halten. Der Flug musste deshalb abgebrochen werden. Die jungen Piloten waren mit allen erforderlichen Lizenzen ausgestattet, der Eigentümer des Ackerlandes war ebenfalls vor Ort.

Es wurde niemand verletzt; auf dem Feld und an den Flugzeugen entstand laut Polizei auch kein Sachschaden. Die Flugzeuge und ihre Piloten wurden schließlich von ihren Angehörigen abgeholt, heißt es in der Polizeimeldung. Die Zeit bis dahin vertrieben sie sich mit kurzerhand organisierten Einweggrills, Steaks und Bier. (red/nm)

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