Bürgerinitiative will mit Messung spätere Lärmbelastungen durch Windkraft feststellen

Noch herrscht in Hainrode Stille

Mast im Feld: Mit dieser Anlage wurde kürzlich nahe Hainrode gemessen, wie stark die Lärmbelastung ist – noch ohne Windkraftanlage. Foto: nh

Hainrode. Eine so genannte Nullmessung, bei der das Ausmaß einer Lärmbelastung festgestellt wurde, wurde vor Kurzem in Hainrode vorgenommen. Das teilt die Bürgerinitiative Hainrode/Ersrode (IHE) mit. Bereits Mitte 2015 hatten Bürger der Gemeinde Ludwigsau mit Unterschriftenlisten eine solche Messung hinsichtlich des Windparks Klosterstein gewünscht.

Das Regierungspräsidium (RP) Kassel hatte nach Darstellung der IHE eine solche Messung aber nicht für nötig befunden. Die Behörde sei davon ausgegangen, dass keine nennenswerten Lärmvorbelastung zu erwarten sei.

Die IHE argumentiert dagegen: Eine solche Messung sei erforderlich, um etwaige später auftretende Lärmbelastungen auch klar einer Windparkanlage zuordnen zu können. Nach Ansicht der IHE sollte eine solche „Nullmessung“ prinzipiell als Auflage für den Betreiber im Rahmen des Genehmigungsverfahrens vorgeschrieben werden. Nach Verhandlungen von Ludwigsaus Bürgermeister Thomas Baumann mit dem Windparkbetreiber, der Firma Juwi, hatte diese sich bereiterklärt, die Vorbelastungsmessung auf ihre Kosten vorzunehmen. Zudem wird in etwa einem Jahr, nach Inbetriebnahme des Windparks Klosterstein, erneut gemessen. Dann könne die vom Windpark ausgehende Lärmbelastung eindeutig belegt werden, sollte es, wie derzeit in Rohrbach, zu massiven Beschwerden der Bewohner kommen.

Da der Windparkbetreiber sich nicht dazu bereiterklärt hatte, auch die Vorbelastungsmessung im Innenbereich von Häusern vorzunehmen, hatte ein Gemeindevertreter im Parlament beantragt, dass die Kommune diese Messung finanziere. Luft- und Infraschall sollen nun gemessen werden, eine Körperschallmessung gibt es dagegen nicht, erläutert die IHE. (red/rai)

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