Kinderkrippe in Friedlos wurde offiziell eröffnet

Neues Nest für die kleinen Piraten

Hochmodern: Helena und Robert Krauß aus Friedlos ließen sich von Krippenleiterin Nicole Kirsch zeigen, wo die Wärmepumpenheizung installiert ist und wie sie funktioniert. Ihre in den benachbarten Kindergarten gehende, gerade vier Jahre alt gewordene Tochter Lilia hat sich schminken lassen. Foto: Apel

Friedlos. Der ganze Akazienweg war gesperrt, als das „Piratennest“, die neue Kinderkrippe der Gemeinde Ludwigsau, am Freitagnachmittag offiziell eingeweiht und mit einem „Tag der offenen Tür“ der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt wurde (die HZ berichtete bereits kurz).

Und auch „rein“ kam man nicht so ohne weiteres, denn die Eingangstüren des um das Gebäude verlaufenden Schutzzaunes sind mit einem ganz speziellen, für Kleinkinder nicht überwindbaren Schutzmechanismus ausgestattet. Ein Indiz dafür, dass sich die Gemeindeväter und der Friedewälder Architekt Bernd Emmerich intensiv Gedanken darüber gemacht haben, wie sie das Betreuungsangebot für die Allerjüngsten optimieren können.

Lob von allen Seiten

Dass das mit dem mit einem Kostenaufwand von 523 000 Euro errichtete Bauwerk gelungen ist, wurde Bürgermeister Thomas Baumann und Krippenleiterin Nicole Kirsch von allen Seiten bestätigt. Zum einen vom „frischgebackenen“ Landrat Dr. Michael Koch, der seinen ersten Außentermin nach Friedlos verlegt hatte und herausstellte: „Was gibt es Schöneres, als bei der Eröffnung einer Kinderkrippe dabei zu sein.“ Zum anderen von der fachlich zuständigen Ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz, die von einer „wunderschönen Einrichtung“ sprach und das neue Angebot für maximal zwölf Kinder als große Bereicherung bezeichnete: „Kinder brauchen neben fürsorglichen Eltern auch Kontakte zu anderen Kindern.“ Sie ermunterte auch dazu, die gemeindliche Nachmittagsbetreuung intensiv in Anspruch zu nehmen.

„Gut angelegtes Geld“

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Peter Schütrumpf, sprach von gut angelegtem Geld der Gemeinde und des Bundes, der das Projekt im Rahmen des „Investitionsprogramms zur Schaffung von U-3-Betreuungsplätzen“ mit immerhin 150 000 Euro gefördert hat. „Angesichts der Baukosten haben wir zwar zweimal geschluckt, aber letztendlich ist es toll geworden.“ Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Rainer Koch, der einen Umschlag für das „Sparschwein“ der Einrichtung mitgebracht hatte. Vor der Gratulationscour hatte Bürgermeister Baumann Eltern und Gästen in groben Zügen die Entstehungsgeschichte der Kinderkrippe vom Grundsatzbeschluss der Gemeindevertretung am 11. März 2013 bis zur Vergabe der Bauaufträge dargelegt und dabei darauf hingewiesen, dass es einer zweiten Ausschreibung bedurft habe, um den vorgegebenen Kostenrahmen einzuhalten.

Mit Stolz verwies er unter anderem auf die bestens funktionierende und angesichts der guten Wärmedämmung kaum Kosten verursachende Wärmepumpenheizung.

Einrichtungsleiterin Nicole Kirsch blieb es vorbehalten, ihr seit Februar arbeitendes Team vorzustellen, auf Arbeitsweise und Besonderheiten des „Piratennestes“ einzugehen und zu Kaffee und Kuchen und einem Rundgang einzuladen.

Hintergrund

Von Wilfried Apel

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