Parlament in Ludwigsau beschließt einstimmig Neubau von Gerätehaus in Ersrode

Neues Haus für die Wehr

So soll er aussehen: Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses für die Kameraden in Ersrode. Rund 439 000 Euro soll das neue Gebäude auf dem ehemaligen Grundstück der Dreschhalle ungefähr kosten. Visualisierung: Gemeinde Ludwigsau

Ludwigsau. Ersrode mag zwar nur ein kleiner Ortsteil von Ludwigsau sein, aber die Feuerwehr dort trägt viel Verantwortung. Die Kameraden sind nicht nur für den Brandschutz im GAMA-Altenheim zuständig, sie leisten auch erste Hilfe bei Unfällen auf der Autobahnumfahrung. Im Einzugsgebiet liegen zudem Schloss Ludwigseck mit seiner historischen Bausubstanz und die Schnellbahntrasse.

Bei dieser Aufgabenfülle sollen die Kameraden und ihr Gerät ordentlich untergebracht werden. Deshalb haben die Gemeindevertreter in Ludwigsau auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen. Die Feuerwehr Ersrode sei eine junge und schlagkräftige Truppe, und der Neubau sei eine Investition in die Zukunft, sagte einer der Parlamentarier und sprach damit aus, was offenbar alle dachten.

Rund 439 000 Euro soll der Neubau nach Planungen des Ingenieurbüros Emmerich aus Friedewald kosten. Rund 175 000 Euro gibt das Land dazu, das entspricht einer Förderung von 40 Prozent. Mit Nebenkosten dürfte der Neubau letztendlich geschätzt rund 670 000 Euro kosten, wobei Eigenleistungen möglich sind.

Dem Gemeindevorstand sei durchaus bewusst, dass der Neubau erhebliche Finanzmittel der Gemeinde binde, heißt es in dem Beschlussvorschlag von Bürgermeister Thomas Baumann. Allerdings sei das Projekt auch auf Grund von gesetzlichen Vorgaben notwendig.

Der Neubau soll auf dem ehemaligen Grundstück der Dreschhalle in Ersrode entstehen, weil die notwendigen Erweiterungsbauten am bisherigen Standort nicht möglich gewesen wären. Bis zum Jahr 2017 sollen dort nun zwei Hallen, ein Schulungs- und ein Lehrmittelraum, sowie eine Küche, ein Raum für die Jugendfeuerwehr, Umkleide- und Sanitäreinrichtungen entstehen. „Die Einrichtung entspricht den aktuellen Anforderungskriterien, es gibt keine Überausstattung, sondern das Gebäude ist zweckmäßig und genügt darüber hinaus dem örtlichen Anforderungsprofil“, stellt Bürgermeister Baumann fest. Für das alte Feuerwehrgerätehaus soll nach Fertigstellung des Neubaus ab 2017 nach einer neuen Verwendung gesucht werden. Auch ein Verkauf des Hauses wird nicht ausgeschlossen.

Bürgermeister Baumann sagte unserer Zeitung, er warte nun auf den Bewilligungsbescheid des Landes. „Erst danach kann ich starten.“ Der erste Auftrag sei dann die Beschaffung von Baurecht auf Basis der Konzeption. (kai)

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