Gesellschafter halten an der Fläche Mecklar/Meckbach fest

Industriegebiet soll besser vermarktet werden

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Das Industriegebiet Mecklar/Meckbach soll besser vermarktet werden.

Hersfeld-Rotenburg. Die Geschichte des Industriegebiets Mecklar/Meckbach ist über 30 Jahre alt, die hoch gesteckten Erwartungen zur Unternehmensansiedlung haben sich bislang kaum erfüllt. Lediglich DHL belegt als Mieter einen Teil der 85 Hektar großen Fläche. Dennoch wird am Ziel festgehalten, das Gebiet noch zu vermarkten.

In dieser Woche werden sich die Betreiber des Projektes, die sogenannten Altgesellschafter – Landkreis, die Städte Bad Hersfeld, Bebra und Rotenburg sowie die Gemeinde Ludwigsau – erneut mit dem Industriegebiet befassen. Bis auf Bad Hersfeld haben bereits alle Beteiligten zugestimmt, den Bodenbevorratungsvertrag mit der Hessischen Landgesellschaft (HLG) um weitere zehn Jahre zu verlängern (siehe Hintergrund). Denn ein Ausstieg würde teuer: Die Grundstücke bei der HLG auszulösen, würde etwa 11,5 Millionen Euro kosten. Allein Rotenburg, Bebra und Ludwigsau müssten jeweils etwa 1,1 Millionen Euro zahlen.

Dennoch haben die Bebraer Stadtverordneten ihren Magistrat beauftragt, mit den anderen Gesellschaftern Ausstiegs- oder Umfinanzierungsszenarien zu erarbeiten. Für Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling, dem die bisherigen Vermarktungsstrategien nicht ausreichen, ist ein Ausstieg keine Lösung: „Was machen wir dann mit der Fläche? Brachliegen lassen hilft niemandem“. Auch Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald hält den Ausstieg für nicht sinnvoll und plädiert für einen letzten Versuch, das „Stiefkind“ innerhalb der nächsten zehn Jahre offensiver zu vermarkten.

Ludwigsaus Bürgermeister Thomas Baumann kann sich vorstellen, auch kleine Flächen innerhalb des riesigen Areals an den Mittelstand zu geben – auch, wenn die große Fläche in Nordhessen ein Alleinstellungsmerkmal sei. Doch, so Baumann: „Kein großes Unternehmen traut sich noch, neu zu bauen.“

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