Eisige Sonnenwende: Gute Stimmung bei 150 Gästen hoch oben auf dem Eisenberg

Eine Sitzbank in Form des Logos der Sparkasse Hersfeld-Rotenburg stellte der Untergeiser Walter Kurz am Mittwochabend auf dem Eisenberg vor. Sogar der Punkt über dem Logo wurde nicht vergessen. Grund für die seltsame Form: Eine Spende des Geldinstitutes.

Neuenstein. Eher von seiner unwirtlichen Seite zeigte sich der höchste Berg im Landkreis Hersfeld-Rotenburg am Mittwochabend während der Sonnenwendfeier, zu der die Freunde des Eisenbergs in diesem Jahr erstmals eingeladen hatten.

Schon bei der Anfahrt schien sich der Berg mit stellenweise dichtem Nebel gegen die Besucher wehren zu wollen und oben fühlten sich die minus zwei Grad bei einer steifen Brise deutlich kälter an. Trotzdem war die Stimmung bei den rund 150 Gästen, die sich rund um das große Feuer und Bratwurst- und Glühweinstand vor dem Berggasthof versammelt hatten, erfreulich gut. Besonders freute sich der Untergeiser Walter Kurz über den guten Zuspruch. Unterstützt vom Skiclub und der Bergwacht Neuenstein hatte er sich federführend um die Ausrichtung der Feier gekümmert. Außerdem stellte Kurz eine neue Sitzbank vor, die er, nach einer Spende der Sparkasse Hersfeld Rotenburg in Form deren Logos gebaut und schon mal provisorisch aufgebaut hatte. Wo die Bank ihren festen Platz finden wird war indes noch nicht ganz sicher.

Im Laufe des Abends verlagerte sich die Veranstaltung dann mehr in die warme Gaststube. Weil Pfarrer Michael Zehender wegen Krankheit verhindert war, verlas Bürgermeister Walter Glänzer statt der geplanten Andacht Geschichten aus dem Buch des Metzener Pfarrers Dieter Otto. Christa Becker berichtete über Bräuche, Sitten und Geschichten rund um Sonnenwende und Sonnenwendfeuer, wie sie früher in den Bauernstuben erzählt wurden. Es gab noch eine kleine Tombola für Kinder und bei besinnlicher Musik klang der Abend langsam aus.

Positive Bilanz

Im Laufe des Abends zog der Initiator der Freunde des Eisenbergs, Walter Glänzer, eine sehr positive Bilanz. „Obwohl wir kein Verein, sondern eben nur eine Gruppe von interessierten und engagierten Leuten sind, hatten wir ein äußerst erfolgreiches Jahr“, betonte Glänzer. Man habe irgendwie eine Welle losgetreten und es werde wieder und weiterhin gewandert, wenn vielleicht heute auch anders als vor Jahren traditionell in Vereinen. (lö)

Von Bernd Löwenberger

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