Der Haushalt im Schnellcheck

Neuenstein investiert in Infrastruktur

Walter Glänzer

Untergeis. Einen „Haushalt der Herausforderungen“ hat jetzt Bürgermeister Walter Glänzer dem Neuensteiner Parlament bei dessen Sitzung in Untergeis vorgelegt. Vor Herausforderungen sieht er die Gemeinde unter anderem durch den demographischen Wandel gestellt. Allerdings habe Neuenstein, nicht zuletzt dank des großen Arbeitsplatzangebots und der geringen Arbeitslosigkeit von unter drei Prozent eine relativ stabile Einwohnerzahl, freute sich Glänzer.

Die geplanten Einnahmen

Über ordentliche Erträge in Höhe von 5,5 Millionen Euro will die Gemeinde Neuenstein in diesem Jahr verfügen. Die größten Einnahmequellen sind die Gewerbesteuer mit 1,2 Millionen Euro, die Einkommenssteuer mit 1,17 Millionen Euro, öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte in Höhe von 789 500 Euro und Schlüsselzuweisungen in Höhe von 774 000 Euro. Letztere seien vom Land um rund 300 000 Euro erhöht worden, berichtete Glänzer.

Die Infrastruktur

Die Gemeinde Neuenstein werde auch weiterhin intensiv in den Erhalt, den Ausbau und den Neubau der kommunalen Infrastruktur investieren, betonte Glänzer. So werde die Standortqualität für Bürger und Wirtschaftsbetriebe weiter verbessert. Dazu gehöre auch, dass die Gemeinde Neuenstein keine oder nur geringe Beiträge erhebe. Wasser-, Kanal- und Kläranlagenbau würden über Gebühren finanziert und die seien trotzdem mehr als 20 Prozent niedriger als beim Durchschnitt der Kommunen im Kreis. Investiert werden soll in diesem Jahr in die Kanalsanierung Am Sprengel in Untergeis (210 000 Euro), in Straßenerhaltung (128 000 Euro), in die Wasser-Verbandsleitung, gemeinsam mit den Stadtwerken Bad Hersfeld (90 000 Euro) und in den Hochbehälter Raboldshausen (40 000 Euro).

Die Investitionen

Energetisch saniert werden soll der alte Teil des Bürgermeisteramtes in Aua (80 000 Euro). Eingeplant sind außerdem 50 000 Euro für die Fertigstellung des Parkplatzes an der Mehrzweckhalle, und 60 000 Euro für die Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses Gittersdorf. 150 000 Euro stehen im Haushalt als Anschubfinanzierung für eine geplante Senioren- und Behinderteneinrichtung.

Die Aufwendungen

1,155 Millionen Euro muss die Gemeinde Neuenstein von ihren Einnahmen als Umlage an den Landkreis Hersfeld-Rotenburg weiterreichen. Dazu kommen 520 000 Euro als Schulumlage. „Wir überweisen damit umgerechnet jeden Tag 4589 Euro an den Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, hat Bürgermeister Glänzer ausgerechnet. An Gewerbesteuerumlage muss Neuenstein 200 000 Euro abführen. Mit 1,27 Millionen Euro stehen die Personalkosten im Haushalt, eine Million wird für Abschreibungen aufgewendet.

Die Schulden

Neuenstein hat 2016 einen Kreditbedarf von 350 263 Euro. Getilgt werden 268 000 Euro. Der Schuldenstand liegt bei 5 851 500 Euro, das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1703 Euro. Artikel links

Kommentare