Bürgermeister Glänzer legt seinen Entwurf vor

Nachtragshaushalt für Neuenstein

Salzberg. Bürgermeister Walter Glänzer (CDU) hat am Donnerstagabend bei einer Gemeindevertretersitzung in Salzberg einen Nachtragshaushalt für 2013 eingebracht. Grund dafür ist ein starker Rückgang bei der Gewerbesteuer. Wegen rückläufiger Geschäftsergebnisse hatten örtliche Unternehmen Rückzahlungen von etwa 1,3 Millionen Euro angemeldet.

Dieses Geld sei inzwischen zurückgezahlt worden, berichtete Glänzer in seiner Rede zur Einbringung des Nachtragshaushalts. Dadurch ändere sich aber auch die Bemessung der Schul- und Kreisumlage. Auch für die Berechnung von Schlüsselzuweisungen werde nun das Ergebnis des 2. Halbjahres 2012 sowie das Ergebnis des 1. Halbjahres 2013 zugrunde gelegt, erklärte der Bürgermeister.

„Dies bedeutet, dass sich die Zahlungen an den Landkreis um rund 600 000 Euro bereits in 2014 reduzieren, und wir hoffen, in 2014 wieder Schlüsselzuweisungen zu erhalten“, sagte er. Gleichzeitig habe Neuenstein in 2013 bereits 263 000 Euro weniger an Gewerbesteuerumlage zu zahlen. Bis Ende 2014 werde sich somit der „wirklich zu tragende“ Eigenanteil auf etwa 440 000 Euro vermindern.

Für das laufende Jahr hat die Gemeinde einen Kassenkredit in Höhe von 900 000 Euro aufgenommen, um damit vor allem die Vorfinanzierung der Kläranlage Gittersdorf zu sichern. „Wir haben hier gemeinsam die Entscheidung getroffen, die Kläranlage nicht über Beiträge sondern über Gebühren zu finanzieren“, sagte Glänzer. Die Gemeinde nutze für den Kredit ein spezielles KfW-Programm für Stromeinsparungen in Kläranlagen. „Die Konditionen sind extrem gut und langfristig gesichert.“

Gemeinde will investieren

Trotz des knapper gewordenen Gemeindehaushalts will Glänzer im laufenden Jahr auf jeden Fall noch den Umbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung in der Kindertagesstätte Untergeis zur Krippe sowie den Ankauf des Raiffeisengeländes in Obergeis realisieren. Dabei werde noch über den Preis verhandelt. Auf den Wechsel des Unimog habe die Gemeinde verzichtet, eine neue landwirtschaftliche Zugmaschine werde aber angeschafft, weil sie unbedingt erforderlich ist. (red/kai)

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