Weiteröder Mandolinenorchester zum Frühlingskonzert in der Kirche zu Mecklar

Musik, die das Herz wärmt

Gut besucht war die Kirche in Mecklar beim Konzert des Weiteröder Mandolinenorchesters unter Leitung von Dirigent Igor Karassik. Foto: Apel

Mecklar. Wenn Igor Karassik mit dem Weiteröder Mandolinenorchester zum Frühlingskonzert bittet, wird das Herz erwärmt und der Geist der vielleicht schönsten Jahreszeit beflügelt. So war es erstmals auch in der fast bis auf den letzten Emporenplatz besetzten Mecklarer Kirche, in die der örtliche Freundeskreis für Tradition und Trachten die Musiker aus dem Ulfetal eingeladen hatte.

Vom Vereinsvorsitzenden Wilfried Apel herzlich willkommen geheißen begannen die Weiteröder mit einem kunterbunten Frühlingsblumenwalzer, auf den die hochkonzentriert und voller Lust gespielte „Schwäbische Ouvertüre“ folgte. In ihr heißt es: „Mädle ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite!“, und irgendwie hatte man den Eindruck, als rücke das erwartungsvoll lauschende Publikum tatsächlich immer enger zusammen.

Das spürte man ganz besonders beim wunderbar arrangierten und zum Mitsummen einladenden Volkslieder-Potpourri „Kein schöner Land“, in der viele der ins Fuldatal Gekommenen in Gedanken „im schönsten Wiesengrunde“ von der Mühle bis zum „Brunnen vor dem Tore“ mitgewandert sein dürften.

Von Alhambra bis Schiwago

Aber auch mit der russisch anmutenden „Schiwago-Melodie“ erreichten der immer wieder auf charmante und originelle Weise in die Stücke einführende Karassik und seine Mandolinenspieler ihr Publikum. Und natürlich mit bekannten Stücken aus dem Musical „My Fair Lady“ wie etwa „Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen!“

Darüber hinaus begeisterten die knapp 30 Frauen und Männer aus dem größten Bebraer Stadtteil mit von ihrem musikalischen Kopf arrangierten Kompositionen aus dem Musical „Das Phantom der Oper“ und mit ihrem Markenzeichen, dem ursprünglich „nur“ für Gitarre geschriebenen und als Königin der Gitarrenstücke eingestuften „Recuerdos de la Alhambra“.

Besonders viel Applaus und Bravo-Rufe ernteten sie für die aus dem Film „Der dritte Mann“ bekannte „Zitherballade“ und für den Simon-and-Garfunkel-Evergreen „Sound of Silence“. Als Ständchen-Dirigent Martin Koch davon erzählte, wie er vor vielen Jahren vor dem Mecklarer Traualtar stand und in Erinnerung an seine verstorbene Frau das Lied vom Bajazzo vortrug, waren alle Zuhörer tief berührt.

Nach stehenden Ovationen griff Igor Karassik zur Querflöte und intonierte mit seinem Orchester das bekannte „Amazing Grace“ und die nicht weniger schöne irische Weise „Sally Gardens“ als zweite Zugabe.

Beim Hinausgehen aus der Kirche mag es den meisten wie Anna Genau aus Mecklar gegangen sein, die meinte: „Heute ist mir ist so richtig das Herz aufgegangen. So etwas Schönes habe ich lange nicht erlebt!“ (apl)

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