Die Theatergruppe des Schützenvereins Meckbach zeigte ein kurzweiliges Musical

Munteres Verwirrspiel

Chaotischer Sommer(-nachtstraum): Die Liebespaare (von links) Leon (Pascal Appel), Julia (Sina Schröder), Helena (Fabienne Appel), Hannes (Matthias Krumberg) wurden im Musical der Theatergruppe des Schützenvereins Meckbach in allerlei Verwirrungen verstrickt. Foto: Thomas Landsiedel

Meckbach. Ist Meckbach vielleicht das Athen Waldhessens? Zumindest legt dies die gelungene Adaption von William Shakespeares Sommernachtstraum durch die Theatergruppe des Schützenvereins Meckbach durchaus nahe.

Kurzerhand wurde die Handlung aus dem antiken Athen ins heutige Meckbach verlegt, was allerdings die Akteure nicht ganz unbeschadet überstanden haben. Aus Theseus, dem Herzog von Athen, und Hippolyta, der Königin der Amazonen werden Ortsvorsteher Franz (Georg Wetzel) und seine Braut Hilda (Nicole Schröder), die mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen stecken. Aus den Liebespaaren Hermine und Lysander sowie Demetrius und Helena werden Julia (Sina Schröder) und Leon (Pascal Appel) beziehungsweise Hannes (Matthias Krumberg) und Helena (Fabienne Appel).

Nur Puck blieb Puck

Aus Oberon und Titania, König und Königin der Elfen werden die Meckbacher Wirtsleute Michel (Helmut Curth) und Elli (Ute Scharenberg). Lediglich Puck bleibt Puck (Julia Riedel). Kommentiert und vorangetrieben wird die Handlung durch Waldorf (Jürgen Wetzel) und Statler (Karin Heupel) aus der Muppet-Show.

So nimmt denn das muntere Spiel frei nach Shakespeare seinen Lauf. Die Handwerkertruppe probt das Stück „Pyramus und Thisbe“, das bei der Hochzeit des Ortsvorstehers aufgeführt werden soll, Liebestränke werden – wie kann es anders sein – den falschen Personen verabreicht und Puck treibt seine Späße mit den Sterblichen bis die Verwirrung komplett und keines der eigentlich füreinander bestimmten Paare noch zusammen ist.

Schwungvolle Einlagen

Schließlich greift Elfenkönig Oberon alias Dorfwirt Michel ein, entwirrt die verschlungenen Fäden und endlich findet wieder zusammen, was zusammen gehört. Untermalt von vielen, schwungvollen Gesangseinlagen, meist Adaptionen bekannter Ohrwürmer („Sie liebt mich, ja, ja, ja“ von den Beatles sowie viele andere) erlebten die Zuschauer am Samstag- und Sonntagabend jeweils zwei vergnügliche Stunden im sehr gut besuchten Meckbacher Schützenhaus. Insgesamt eine tolle Leistung der Meckbacher Schauspieltruppe, die vom Publikum mit viel Applaus belohnt wurde. Als Zugabe gab’s dann noch das „Meckbach-Lied“.

Von Thomas Landsiedel

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