67-Jährigen mit Kissen erstickt

Mordfall Meckbach: Angeklagter zieht die Revision zurück

Meckbach/Fulda. Für zwei von drei Angeklagten ist das Verfahren zum Mordfall von Meckbach abgeschlossen. Der 20-jährige Angeklagte hat die Revision gegen das Urteil des Landgerichts Fulda zurückgezogen. Damit akzeptiert er eine Jugendstrafe von acht Jahren wegen gemeinschaftlichen Mordes aus Heimtücke.

Das Gericht hatte ihn zusammen mit seiner 19-jährigen Freundin und deren 40 Jahre alten Mutter am 12. Februar verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das Trio im Juni 2013 den 67 Jahre alten Ehemann und Vater der Frauen erstickt hat. Während die Tochter das Urteil sofort akzeptierte, legten der 20-Jährige und die Mutter gegen das Urteil Revision ein.

Zumindest die eine wurde nun zurückgenommen. Nach Angaben des Landgerichts akzeptiere der 20-Jährige das Urteil, weil aus Sicht seines Verteidigers, des Bebraer Rechtsanwalts Jochen Paulus, nach Prüfung der Urteilsgründe das Urteil rechtlich nicht zu beanstanden sein.

Das Urteil ist aber noch nicht vollständig rechtskräftig, weil auch die Ehefrau des Opfers Revision eingelegt hatte. Sie war zu elf Jahren Haft verurteilt worden, wobei das Landgericht von einer verminderten Schuldfähigkeit ausging, weil die Frau am Abend der Tat stark alkoholisiert gewesen ist.

Die Tochter und ihr Freund wurden nach Jugendstrafrecht verurteilt. (mcj)

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