Kläranlage soll modernisiert werden – Skepsis beim Ankauf von EAM-Anteilen

Ludwigsau rüstet nach

Ludwigsau. Nicht mal eine Halbzeit brauchten die Gemeindevertreter in Ludwigsau, um am Montagabend vor dem Algerien-Spiel lokal-politisch das Runde ins Eckige zu bringen. Im Sturmlauf sausten die Delegierten durch die Tagesordnung.

Einstimmig wurde beschlossen, dass auch Ludwigsau weiterhin an dem Verfahren zu einer möglichen Beteiligen an EAM – ehemals Eon Mitte – teilnimmt und sich daher auch an den notwendigen Kosten für Beratungshonorare des gemeinsamen Anwaltsbüros der Kommunen beteiligt. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass damit noch keine Entscheidung über den tatsächlichen Erwerb von Anteilen getroffen wird.

„Es sind noch viele Fragen offen, ein solcher Schritt sollte gut überlegt sein“, warnte Robert Feldmann von der CDU. Er wünschte sich vor allem mehr Informationen vom Kreis. Rainer Koch von der SPD betonte ebenfalls, „man wolle nicht die Katze im Sack kaufen“. Auch er monierte fehlende Informationen.

Einstimmig und ohne Aussprache beschlossen die Gemeindevertreter, dass auch Ludwigsau weiterhin das Leader-Programm der EU zur Regionalförderung unterstützen wird. Dazu gehört auch die Anerkennung des regionalen Entwicklungskonzepts, das derzeit auf Kreisebene von Arbeitsgruppen für eine erneute Bewerbung um Fördergeld aus Brüssel erarbeitet wird (wir berichteten).

Ebenso einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter, die Kläranlage Rohrbachtal-Friedlos zur Phosphat-Elimination nachzurüsten. Die Nachrüstung wird im Zuge der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinien nötig. Das Regierungspräsidium in Kassel hat bereits Unterstützung in Höhe von 60 000 Euro in Form eines Zuwendungsbescheides bewilligt, der allerdings zeitlich befristet ist. Deshalb soll mit der Nachrüstung bereits im laufenden Jahr begonnen werden. (kai)

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