Gemeindeparlament tagt im Bürgerhaus

Ludwigsau prüft Abwassergebühr

Friedlos. Mit den Stimmen der SPD-Mehrheit hat das Gemeindeparlament von Ludwigsau einen sogenannten Ankündigungsbeschluss zu einer möglichen Erhöhung der Abwassergebühren erwirkt. Das bedeutet aber noch nicht, dass die Gebühren erhöht werden, sondern stellt lediglich eine Option für eine etwaige rückwirkende Erhöhung ab Januar 2013 dar, erläuterte SPD-Fraktionschef Rainer Koch.

Zuvor sollen alle vorliegenden Zahlen gründlich geprüft werden. Zudem ist festgelegt, dass die Erhöhung maximal 30 Cent von jetzt 3,40 Euro auf 3,70 Euro je Kubikmeter betragen darf. „Wir machen hier keine Selbstbedienung, und wissen auch, dass wir keine Kostendeckung hinkriegen“, sagte Koch mit Hinweis auf die drei Kläranlagen und das große Abwassernetz der Gemeinde.

Die CDU hatte sich gegen eine Festlegung auf bestimmte Summen ausgesprochen, war aber mit ihrem Änderungsantrag gescheitert. „Wir hoffen, dass wir alles weiter finanzieren können, allein mir fehlt der Glaube“, sagte CDU-Chef Jörg Meckbach.

Dies war aber auch der einzige Diskussionspunkt der letzten Gemeindevertretersitzung diesen Jahres. Zuvor hatten die Parlamentarier einstimmig beschlossen, eine Studie über den möglichen Neubau der Feuerwehrgerätehäuser in Ersrode und Meckbach in Auftrag zu geben. Die Studie soll 9500 Euro kosten. Die Mitglieder des Bauaussschusses hatten zuvor die beiden Einrichtungen besichtigt und Mängel festgestellt.

Die Kosten für einen möglichen Neubau bezifferte der Ausschussvorsitzende, Joachim Sust (SPD), mit 257 000 Euro für Ersrode und 366 000 Euro für Meckbach. Bis Mitte 2013 soll mit Hilfe der Studie eine Bauentscheidung gefällt werden, um dann Landesförderung zu beantragen. (kai)

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