Ausbau des Umspannwerks Mecklar geht weiter

Ludwigsau einigt sich mit Tennet

Ludwigsau. Die Gemeinde Ludwigsau hat sich mit dem Netzbetreiber Tennet über die Modalitäten zum Ausbau des Umspannwerks Mecklar geeinigt. In einem als „sehr kooperativ und zielgerichtet“ beschriebenen Gespräch zwischen Gemeindevertretern und den Verantwortlichen von Tennet wurde vereinbart, dass der Netzbetreiber unterirdische Erddübel in einen Hang oberhalb des Umspannwerks einbringen darf. Auch über die Nutzung von Gemeindewegen durch die Baufahrzeuge von Tennet wurde Einigung erzielt.

Entschädigungszahlung

Einen entsprechenden Beschluss verabschiedeten die Gemeindevertreter bei ihrer Sitzung am Montagabend. Vor Kurzem noch hatten die Parlamentarier eben jene Gestattungsverträge abgelehnt – aus Protest über die Haltung von Tennet beim Bau der 380-kV-Leitung (wir berichteten).

Die Gemeinde erhält nun eine Entschädigungszahlung von Tennet über deren Höhe allerdings Stillschweigen vereinbart wurde. Die Gemeinde habe aber bei den „hart geführten Verhandlungen“ ihre Interessen durchsetzen können, heißt es.

Neues Trassen-Ungemach

Unterdessen droht Ludwigsau aber bereits neues Trassen-Ungemach: So gibt es offenbar einen Alternativvorschlag für den Verlauf der ebenfalls heftig umstrittenen Sued-Link-Trasse. Eigentlich soll diese entlang der A7 verlaufen. Eine Alternative könnte allerdings über den Klosterstein nahe des Ortsteils Hainrode verlaufen.

Höchstvorsorglich lehnte das Gemeindeparlament diesen Trassenalternative auf Antrag der SPD ab. Zur Begründung heißt es, die Gemeinde sei schon jetzt durch die anderen Trassenvorhaben und das Umspannwerk bis an die Grenzen „des Möglichen und Vertretbaren“ belastet. (kai)

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