Gemischter Chor überzeugt beim traditionellen Adventskonzert mit Solisten

Licht überm Kirchlein

Agiert mit vollem Körpereinsatz: Dirigentin Hildegard Kuchler beim traditionellen Adventskonzert des Gemischten Chors Niederthalhausen. Foto: Apel

Niederthalhausen. So kuschelig warm und gut gefüllt ist sie selten. Im Advent jedoch, wenn Tannengrün und rote Schleifen die Niederthalhäuser Kirche schmücken und wenn der Gemischte Chor vom Stern über Bethlehem singt, lässt sich der halbe Besengrund im für diesen Anlass fast schon zu kleinen Gotteshaus von der Vorfreude auf Weihnachten anstecken.

Zu Beginn des Adventskonzertes ertönt die sechsstimmige Hymne „Freudenklang“. Es folgt der bekannte Choral „Ich bete an die Macht der Liebe“, ebenfalls in einer Fassung von Manfred Bühler. Dann plötzlich klopft es an: Die Herbergssuche aus Tirol zieht die Zuhörer in den Bann. Aber auch auf Spirituals und moderne Songs verstehen sich die Niederthalhäuser. Bei „My Lord, what a Morning“ glänzt erstmals Lena Ehrhardt und das „Hallelujah“ von Leonard Cohen, das ein eigens gebildeter Projektchor drei Monate lang intensiv eingeübt hat, findet in seinem, die stimmlichen Fähigkeiten herausfordernden, Chorarrangement viel Beifall.

Ähnliches gilt für die Einlagen der jungen Solisten: Sophie Braun, Lea Fröhlich, Malina Fröhlich und Anna Kuchler am Klavier, Max Eisel und Marek Fröhlich an der Gitarre, Johanna Ehrhardt und Maria Kuchler am Cello – sie alle zeigen, dass sie schon viel gelernt haben und dass es Freude macht, mit Chorleiterin Hildegard Kuchler zu musizieren.

Freude überträgt sich dann wieder vom Gemischten Chor auf das Publikum, als dieser das aus Frankreich stammende Stück „Engel haben Himmelslieder“ anrührend-fröhlich vorträgt und zum „Stern über Bethlehem“, zum „Weihnachtsstern“ übergeht. Besonders schön geraten die von der Violinistin Renate Lippert begleiteten Stücke „Ihr Hirten erwacht“ und „Ich steh an deiner Krippen hier“, bei dem einmal mehr Lena Ehrhardts schöne Stimme zum Einsatz kommt.

Beide überzeugen dann auch beim Stück „Kindlein mein“, das sich an das andächtig vorgetragene „Luleise Gottessohn“ anschließt, und bei „O Holy Night“, das von Regina Wenzel am Klavier begleitet wird. Helmut Wehnes und Sabine Braun, die beiden Vorsitzenden des Gemischten Chores, sind zufrieden und danken dem Publikum, den Solisten und der zu jeder Zeit mit großem körperlichen Einsatz agierenden Dirigentin. Blumensträuße werden überreicht, „Licht leuchte(t) auf: Die Welt ist noch nicht verloren, denn Gottes Sohn wird geboren.“

Mit dem gemeinsam gesungenen „O du fröhliche“ und der vom Publikum erklatschten, afrikanisch angehauchten Zugabe „Amen, wir preisen Gott den Herrn“ geht der musikalische Teil des Adventssonntagsabends zu Ende. Die gemütliche Fortsetzung findet im Bürgerhaus statt.

Von Wilfried Apel

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