Kinder vor Gefahren schützen – Erste Ergebnisse

Kultusministerin zu Gast bei SMOG

Die Mitglieder des EU-Projektes (von links): Christian Henkes (Pressesprecher Kultusministerium), Nina Reichhardt (mecom), Erwin Maisch (Vorsitzender SMOG), Horst Bichl (Vorsitzender IPA Deutschland), Nicola Beer (Kultusministerin), Professor Michael Fingerle (Goethe Universität Frankfurt), Bernhard Bachmann (Geschäftsführer mecom), Anna Müller (Goethe Universität Frankfurt), Dr. Mandy Grumm (Goethe Universität Frankfurt) und Heide Aust (Geschäftsführerin SMOG). Foto: nh

neuenstein. Zu einem Informationsaustausch im Rahmen des EU-Projektes „Cool and Safe“ reiste die Hessische Kultusministerin Nicola Beer nach Neuenstein, um sich bei den Partnern „Schule machen ohne Gewalt“ (SMOG), der Firma mecom, der Goethe-Universität Frankfurt und der Polizistenvereinigung IPA Deutschland auszutauschen.

Seit mehr als 18 Monaten arbeiten die Projektpartner an der Entwicklung einer web-basierten Trainingsmaßnahme für Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren (HZ berichtete). Verschiedene Situationen werden in kleinen Videos dargestellt, anhand derer die Kinder lernen sollen, wie sie Gefahrensituationen erkennen und vermeiden können. Außerdem werden richtige Handlungsweisen erklärt.

In den vergangenen drei Monaten wurde das Trainingsprogramm in über 15 Schulen von der Goethe-Universität Frankfurt evaluiert. Erste Ergebnisse ließen darauf schließen, dass die Schüler ihr Wissen erweitern konnten. „Diese ersten Evaluationsergebnisse stimmen uns sehr positiv und zeigen, dass wir mit der Idee einen richtigen Weg eingeschlagen haben“, zeigte sich Professor Michael Fingerle optimistisch.

Auch die Staatsministerin zeigte sich von den ersten Ergebnissen sehr beeindruckt, sie wolle das Konzept weiter positiv begleiten und nach der Fertigstellung im Juni auch den Hessischen Grundschulen empfehlen. Es warte allerdings noch viel Arbeit auf die Projektpartner. Gewonnene Erkenntnisse müssten noch in das Trainingsprogramm eingearbeitet werden, außerdem müsse die deutsche Version in die französische Sprache übersetzt werden, um auch in Luxemburg einsatzfähig zu sein.

Im Juni 2013 plant die Projektgruppe eine Tour durch Deutschland, um das Projekt möglichst vielen Interessenten direkt vor Ort vorstellen zu können. (red/fs)

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