Gemeinsame Jugendarbeit Aulatal-Geistal ist gut angelaufen – Sommerferienprogramm

Kontinuität und Vertrauen

Arbeiten gemeinsam für den Neuensteiner Nachwuchs: Pfarrer Michael Zehender, Sabrina Baumgartl, Lydia Wagner und Bürgermeister Walter Glänzer. Foto: Zacharias

Neuenstein. Aus zwei mach drei mit eineinhalb Stellen, ohne personelle Verstärkung. Das war die Herausforderung, der sich die politischen Gemeinden Niederaula, Neuenstein und Kirchheim sowie die dazugehörenden evangelischen Kirchengemeinden im vergangenen Jahr stellten, als sie planten, ihre Ortsjugendpflegen zusammenzuschließen.

Nach einem Jahr Planung und Absprachen der Bürgermeister, Pfarrer und Gemeindevertreter legten die beiden Jugendarbeiterinnen Lydia Wagner, die bisher ausschließlich in Niederaula tätig war, und Sabrina Baumgartl die mit halber Stelle in Kirchheim gearbeitet hatte, zu Jahresbeginn los und überraschten alle Beteiligten damit, wie schnell sie in die praktische Arbeit einstiegen.

Inzwischen hat schon eine ganze Reihe von Veranstaltungen in Neuenstein stattgefunden – mit wachsendem Zuspruch, wie Lydia Wagner erzählt. Es gab einen Tanzworkshop für Kinder, ein Kochstudio für Teens, ein Fahrsicherheitstraining für junge Autofahrer und Aktivitäten im Rahmen der Aktion „RespekTiere“, bei der es um den Umgang mit Tieren geht speziell für die Neuensteiner.

Die Ortsjugendpflege war zudem am Jugendgottesdienst YouGo beteiligt und am Kreiskonfirmandentag der Kirchengemeinden im Kirchenkreis.

Fülle von Angeboten

Richtig stolz sind die beiden Jugendarbeiterinnen auf das gemeinsame Ferienprogramm für Niederaula, Kirchheim und Neuenstein. Dafür haben sie nicht nur eigene Aktivitäten, sondern eine Fülle von Angeboten zusammengetragen, die Sportvereine, Kirchengemeinden, Kindertagesstätten, und die Schulsozialarbeiter machen. Während der ganzen Sommerferien gibt es nun Betreuungsangebote, Tagesausflüge, Freizeiten, Kunst- und Sportaktionen oder ein Zirkusprojekt für verschiedene Altersgruppen. Zu den verschiedenen Aktivitäten hätten sich Teilnehmer aus allen drei Gemeinden angemeldet, hat Sabrina Baumgartl festgestellt und freut sich, dass der Plan, Kontakte auch zwischen den Gemeinden zu schaffen, offensichtlich funktioniert.

Angebote wie eine Jugendpflege seien von einzelnen Gemeinden kaum noch zu finanzieren, sagt Bürgermeister Walter Glänzer. „Wir müssen überall Wege der interkommunalen Zusammenarbeit gehen“, betont er und zeigt sich positiv überrascht, wie gut diese Zusammenarbeit angelaufen ist. Finanziert wird die Jugendarbeit Aulatal-Geistal als Drittellösung von den Kommunen, den Kirchengemeinden und dem Landkreis.

„Wir wollen eine kontinuierliche Jugendarbeit“, erklärt Pfarrer Michael Zehender. Bei Jugendarbeit ginge es um Kontakte, um Vertrauen und Vernetzung, und das sei mit Jahrespraktikanten nicht möglich.

Kommunale Jugendräume

Denn die Jugendarbeiterinnen bieten nicht nur Aktivitäten an, sie kümmern sich auch um die kommunalen Jugendräume, die es in vielen Dörfern gibt. „Da ist es wichtig im Gespräch zu bleiben“, weiß Walter Glänzer. Er legt, wie auch die übrigen Beteiligten Wert darauf, dass die Jugendarbeit in Neuenstein trotz des Engagements der Kirche offen für alle ist, unabhängig von Herkunft und Religion. www.jugendarbeit-aulatal-geistal.de

Von Christine Zacharias

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