Neuensteiner Gemeindeparlament beschließt einstimmig Gebührenerhöhungen

Kinder werden teurer

Aua. Die Neuensteiner Gemeindevertreter haben sich in ihrer Sitzung am Donnerstagabend im Hotel Heß in Aua auch mit Gebührenänderungen befasst. So wurde die Abwassergebühr pro Kubikmeter zum 1. Januar 2014 um 20 Cent auf 3,50 Euro angehoben. Die Veränderung sei wegen des rückläufigen Wasserverbrauchs notwendig, teilt Bürgermeister Walter Glänzer mit.

Teurer wird auch die Benutzung der Kindergärten. Bei der Halbtagsbetreuung müssen die Eltern für ihr mindestens drei Jahre altes Kind ab dem 1. Januar kommenden Jahres 60 statt der bisher üblichen 50 Euro bezahlen. Ab dem 1. Januar 2015 steigt die monatliche Gebühr auf 70 und ab dem 1. August 2015 auf 75 Euro. Für Kinder unter drei Jahren sind monatlich jeweils fünf Euro mehr zu entrichten.

Die Ganztagsbetreuung für Kinder ab drei Jahren steigt von bisher 110 Euro ebenfalls in den vorgenannten drei Stufen auf 120, 130 und dann auf 135 Euro. Für die Jüngeren betragen die Beiträge 130, 140 und 145 Euro. Für die neue Krippenbetreuung von unter Dreijährigen, die ab dem 1. Januar 2014 wochentags von 7.15 bis 12.15 Uhr neu angeboten wird, berechnet die Gemeinde monatlich 125 Euro.

Trotz der Anpassung der Kindergartengebühren rechnet Bürgermeister Glänzer für das Jahr 2014 mit einem notwendigen Zuschuss in Höhe von etwa 350 000 Euro. „Jeder Neuensteiner zahlt demnach 9,50 Euro an Kindergartengebühren“, rechnet der Bürgermeister vor.

Die Beschlüsse zu den jeweiligen Gebührenanhebungen wurden von den Gemeindevertretern einstimmig gefasst.

Angepasst wurden auch die Feuerwehrsatzung sowie die Gebührensatzung der Feuerwehren in Anlehnung an die Mustersatzung des hessichen Städte- und Gemeindebundes.

Einmütigkeit herrschte im Neuensteiner Parlament auch beim Ankauf eines Grundstücks an der Schulstraße in Obergeis vor. Darauf sollen weitere Parkplätze für die Besucher der Mehrzweckhalle und des Sportplatzes eingerichtet werden. Eine Teilfläche soll auch zur Nahwärmeversorgung der Mehrzweckhalle und der Schule in Form von Biomasse bereitgestellt werden.

Resolution an VR-Bank

Zum Abschluss ihrer Sitzung beschäftigten sich die Neuensteiner Kommunalpolitiker mit der anstehenden Schließung der VR-Bank-Geschäftsstelle in Obergeis. Die SPD wollte das Thema mit einem Dringlichkeitsantrag aufgreifen, während die CDU eine Resolution auf den Weg bringen wollte. Schlussendlich einigten sich die Parlamentarier auf eine gemeinsame Resolution, in der sie den Vorstand der VR-Bank auffordern, die Schließung zunächst bis zum 31. März 2014 zurückzustellen. Außerdem sollten Alternativen für einen Neubau in Obergeis geprüft werden. Auf jeden Fall fordern die Gemeindevertreter einen dauerhaften Selbstbedienungsautomaten für Obergeis. Und über die künftige Nutzung des alten Bankgebäudes sollte sich der VR-Vorstand eng mit der Kommune abstimmen.

Von Mario Reymond

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