Seit 75 Jahren erfreut der Posaunenchor Beenhausen die Menschen - Festgottesdienst

Jeder Zehnte bläst mit

Immer noch aktiv dabei: Walter Jakob, der seit 1954 im Posaunenchor die Tuba bläst. Der Posaunenchor feierte sein 75-jähriges Bestehen. Fotos: Apel

BEENHAUSEN. War es am Ende wirklich himmlische Fügung, dass der seit 75 Jahren bestehende Beenhäuser Posaunenchor bei allerschönstem Wetter im und ums Bürgerhaus herum Geburtstag feiern konnte? Bürgermeister Thomas Baumann vermutete es und Pfarrerin Janina Richter war sich sicher: „Gott ist da!“

Das war auch das Motto, das sich die 26 Bläserinnen und Bläser für „ihren“ Tag und für den zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen des alten Kirchspiels Beenhausen gehaltenen Festgottesdienst ausgesucht hatten. Deshalb hatten sie das gleichnamige Lied eingeübt, und deshalb ließen sie es sich nicht nehmen, das Stück mit Unterstützung von Mitgliedern der Posaunenchöre Erdmannrode, Mecklar und Reilos – auf grandiose Art und Weise – „uraufzuführen“. Überhaupt: Am Sonntagnachmittag merkte man dem von Stefan Jacob geleiteten Chor beim jubilierenden Mitgestalten des Gottesdienstes an, welch ein Schatz er für den Besengrund ist.

Nie die Freude verloren

Pfarrerin Richter betonte in ihrer Festpredigt, dass Gott den Menschen die Gabe der Musik geschenkt habe, damit sie ihm nahe kommen können. Sie lobte die ziel- und zukunftsorientierte Arbeit des Posaunenchores, der allen zeitbedingten Schwierigkeiten zum Trotz immer wieder gewachsen sei, weil er nie die Freude verloren und nie aufgegeben habe. Darüber hinaus sei er ein Beispiel dafür, wie Gottes Güte Menschen zusammenleben und ihre Arbeit mit- und aneinander tun lasse.

Bürgermeister Thomas Baumann bezeichnete den Posaunenchor als „große Initiative in einem kleinen Ort“. In ihm und an ihm werde in besonderer Weise deutlich, dass gut sei, was Menschen gemeinsam tun.

Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt sprach von der besonderen Faszination, die vom Spiel der Posaunen ausgehe. Darüber hinaus dankte er den Mitgliedern des Jubiläumschors für ihren Einsatz für die Gemeinschaft, bevor er dessen langjährigen Vorsitzenden Walter Jakob mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen auszeichnete.

Weitere Gratulanten waren Ortsvorsteher Gerhard Jacob, der natürlich auch Posaune bläst, Elke Schmitt und Pfarrerin Janina Richter für den Kirchenvorstand, Hubert Schmidt für die Sportgemeinschaft, Manuel Brand für die Freiwillige Feuerwehr, Peter Schmitt für die Jagdgenossenschaft und für die Vereinsgemeinschaft Dreschschuppenfest, sowie Hildegard Schmitt für das Deutsche Rote Kreuz.

Von Wilfried Apel

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