Generationswechsel bei der Gefriergemeinschaft Meckbach: Kurt Blum neuer Chef

Heyer geht nach 50 Jahren

Abschied nach 50 Jahren: Kassiererin Erika Rosenstock (vorn) hat ihr Amt abgegeben. Unser Foto, das 2004 in der Gemeinschaftsgefrieranlage entstand, zeigt sie mit dem Ehepaar Irmgard und Helmut Brendel. Foto: Eyert

Meckbach. Ende einer Ära: Mit Wehmut in der Stimme hat Albert Heyer nach einem halben Jahrhundert sein Ehrenamt als Vorsitzender der Meckbacher Gefriergemeinschaft zurückgegeben.

Auf der Generalversammlung der Zweckgemeinschaft im Meckbacher Bürgerhaus vor einigen Tagen verabschiedete sich mit ihm Kassiererin Erika Rosenstock nach mehr als 40 Jahren aus dem Vorstand.

Versammlungsleiter Manfred Schuster bedankte sich mit Blumen für das Engagement der beiden. Einen bunten Strauß gab es auch für Irmgard Brendel, die gemeinsam mit ihrem Mann Helmut seit der Gründung der Gemeinschaft im Jahr 1962 als Hausmeisterehepaar über das Gebäude in der unmittelbaren Nachbarschaft wacht. Ihre Tätigkeit als Barkassiererin für den Kühlraum will Irmgard Brendel noch einige Jahre fortsetzen. Auch Ehemann Helmut hat zugesagt, nachts nach nebenan zu eilen, wenn die Alarmhupe der Anlage Unheilvolles verkündet.

Neuer Chef der Gefriergemeinschaft ist jetzt Kurt Blum. Sieglinde Apel führt künftig die Kasse. Horst Apel ist für die Technik zuständig. Die Wahl des Trios erfolgte einstimmig.

Die Meckbacher Gefriergemeinschaft wurde 1962 gegründet. Das Gebäude mit seinen 66 Frostkammern entstand auf dem Gelände eines ehemaligen Schweinestalls. Nachdem die Quartalssumme für die Nutzung eines Fachs seit 1984 mit 20 DM/zehn Euro 18 Jahre lang unverändert blieb, erhöhte die Versammlung den Betrag jetzt auf 12,50 Euro.

Neben der eigentlichen Kühlkammer bietet die Anlage eine Möglichkeit zum Vorfrosten. Ein separater Kühlraum eignet sich ideal für die Kühlung von Speisen und Getränken bei Feiern und Festen. Zudem hat die Jagdgenossenschaft vor einigen Jahren ein Profi-Vakuumiergerät spendiert, das ebenfalls im Gemeinschaftsgebäude genutzt werden kann.

Noch heute ist der größte Teil der Fächer belegt, obwohl in anderen Orten und auch in Meckbach selbst weitere Gefrierhäuser mangels Interesse stillgelegt werden mussten. (ft)

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