Feiern für Gittersdorfer Senioren und das Dorf

Heimatverein belebt Weihnachtsbräuche

Bei der Seniorenweihnachtsfeier des Heimatvereins Gittersdorf stellte Hans-Joachim Schunck seine umfangreiche Räuchermännchen-Sammlung vor. Foto: nh

Gittersdorf. Weihnachtsfeiern für Senioren haben in Gittersdorf eine lange Tradition. Bereits in den späten 60er Jahren hat der Obst- und Gartenbauverein für die älteren Mitbürger und Mitbürgerinnen eine solche Feier in der damaligen alten Dorfschule – jetzt Dorfgemeinschaftshaus – veranstaltet. Lange Zeit wurde auch eine Weihnachtsfeier für die Kinder angeboten. Wegen des Mitgliederschwunds in den örtlichen Vereinen konnte diese Tradition nicht mehr fortgesetzt werden, bedauert Andreas Schunck vom Heimatverein.

Der Heimatverein hat es sich deshalb zum Anliegen gemacht, weihnachtliche Traditionen im Dorf wiederzubeleben. Seit drei Jahren lädt der Verein zum Schmücken eines Weihnachtsbaumes am Dorfplatz in der Nähe der Kulturscheune ein. Hier wird auch an die Kinder gedacht und das kleine Fest findet im Dorf einen sehr guten Anklang.

Zudem entschloss man sich im Vorstand des Heimatvereines auch die alte Tradition der Seniorenweihnacht wieder aufzugreifen. Eingeladen waren alle Gittersdorfer ab 65 Jahren mit einem persönlichen Anschreiben von Ilse Knoth. Angeboten wurde sogar ein Fahrservice, da natürlich nicht mehr alle mobil sind.

Die fleißigen Helferinnen des Heimatvereins verwöhnten die Teilnehmer mit selbstgebackenem Kuchen und Ploatz. Umrahmt wurde die ganze Veranstaltung mit einem bunten Programm. Die Besucher hörten Pfarrer Michael Zehender, Uwe Hohmann oder Lothar Käberich zu, die nette Geschichten und Episoden aus früheren Zeiten erzählten. Auch das „Gittersdorf-Lied“, gedichtet von Anneliese Kopp, wurde gesungen.

Hans-Joachim Schunck stellte einen Teil seiner umfangreichen Räuchermännchen-Sammlung vor und erzählte von der Entstehung bis zu der Bedeutung der Räucherfiguren vieles bis dahin Unbekanntes, auch aus dem Erzgebirge, wo diese schönen Figuren ihrem Ursprung haben.

Zum Abschluss der Feier bedankte sich der Vorsitzende Joachim Aufgebauer bei den Teilnehmern mit Pralinen und Wein für das Interesse.

Einig war man sich, dass dies ein toller Start für die kommenden Jahre war und man diese Traditon auf jeden Fall beibehalten will. (red/zac)

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