Karsten und Katja Backhaus haben mit Hilfe der Dorferneuerung umgebaut

Die Haare schön im Stall

In der ehemaligen Scheune ist jetzt der Friseursalon Haarstall untergebracht. Er ist über die Rampe barrierefrei erreichbar.

Gittersdorf. Die alte Scheune aus den 50er Jahren und die beiden Garagen, die in den 60er und 70er Jahren angebaut worden sind, waren kein schönes Ensemble. Da will Karsten Backhaus gar nichts beschönigen. Deshalb war er auch gleich sehr interessiert, als die Dorferneuerung für Gittersdorf beschlossen wurde.

Aus der Scheune einen Friseursalon für seine Frau Katja zu gestalten, das war der Plan. Wie das gehen könnte, dafür hatte das Architekturbüro AW plus aus Wippershain verschiedene Vorschläge, die Karsten und Katja Backhaus gut gefielen.

Mit großen Fensterflächen, harmonischen Proportionen und einem Satteldach wirkt das ehemals hässliche Ensemble nun von außen harmonisch und modern. Und innen ist ein großzügiger heller Raum mit funktionalen Nebenräumen entstanden, in dem Katja Backhaus und ihre Mitarbeiterinnen nun ihre Kundinnen und Kunden frisieren.

Liebevolle Details

„Haarstall“ heißt der Salon und so war es den Backhaus’ ein Anliegen, dem Neubau auch ein rustikales Aussehen zu geben. Platten aus groben Holzfasern, die zudem sehr stabil und schwer entflammbar sind, entsprachen genau ihren Vorstellungen. Die Elektroinstallationen wurden bewusst sichtbar auf den Platten angebracht, altmodisch aussehende Schalter gehören zu den liebevoll ausgesuchten Details. Alte Holzleitern aus der Scheune fanden ebenso als Dekoration ihren Platz.

Passend zum Namen ist die Eingangstür eine alte Stalltür, die sich zweigeteilt öffnen lässt. Innen finden sich weitere Details aus den 50ern. Stühle, ein kleines Regal und auch die Küchenzeile mit Schrankflächen in rosa, gelb und hellblau sorgen für nostalgische Akzente in dem ansonsten topmodern ausgestatteten Salon.

Ganz im Sinne des Dorferneuerungsprogramms, dem es nicht nur um die Verschönerung der Dörfer geht, sondern um Dorfentwicklung, ist es, dass hier mit 30 000 Euro ein Gewerbebetrieb gefördert wurde, der eine wichtige Dienstleistung anbietet. Eine neu aufgeschüttete Rampe mit moderater Steigung erlaubt auch Rollstuhlfahrern oder Menschen mit Rollator, den Salon problemlos zu erreichen. Zudem hat Katja Backhaus eine weitere Friseurin eingestellt, also eine neue Arbeitsstelle geschaffen.

Von Christine Zacharias

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