Florian Wagner ist neuer Pfarrer von Raboldshausen, Mühlbach, Saasen und Salzberg

Glauben im Alltag leben

Florian Wagner, hier mit seiner Frau Heidi, ist der neue Pfarrer von Raboldshausen, Mühlbach, Saasen und Salzberg. Einen Teil seiner Arbeitszeit wird er auch in Kirchheim verbringen. Foto: Zacharias

Raboldshausen. Es riecht noch ganz frisch nach Farbe im Pfarrhaus Raboldshausen. Umzugskisten in der Ecke zeigen, dass hier jemand neu anfängt. Florian Wagner ist mit seiner Frau Heidi vor wenigen Wochen nach Raboldshausen gezogen. Er ist der neue Pfarrer von Raboldshausen, Salzberg, Saasen und Mühlbach. Außerdem, auch das ist neu, wird er mit einem Viertel seiner Arbeitskraft der Kirchengemeinde Kirchheim oder Frielingen zur Verfügung stehen. Wie die Arbeit dort aufgeteilt werden soll, ist aber noch offen.

Richtig Freude

Raboldshausen ist Florian Wagners erste Stelle. Er hat sich gewünscht, dorthin zu kommen. Sein Vikariat hat der junge Pfarrer in Niederjossa absolviert. Während dieser Zeit hat er nicht nur festgestellt, dass der Pfarrerberuf ihm richtig Freude macht, sondern auch, dass er sich im Landkreis Hersfeld-Rotenburg wohl fühlt. Und da er hörte, dass die Stelle in Raboldshausen vakant ist, hoffte er, dass sie bei denen, die den frisch ordinierten Pfarrern angeboten wurden, dabei sein würde. Sie war es und Wagner sagte zu. Da seine Frau Heidi zurzeit Referendarin im Schwalm-Eder-Kreis ist, liegt Raboldshausen auch für sie günstig.

Zurzeit ist Florian Wagner dabei, seine Gemeinden kennenzulernen. Erfreut hat er festgestellt, dass er überall offen aufgenommen wird und dass es eine große Bereitschaft gibt, sich in die kirchliche Arbeit einzubringen. Raboldshausen war, das hat er auch von seinem Vorgänger Frank Weber gehört, schon immer eine sehr engagierte Gemeinde, auch wenn manches in der eineinhalbjährigen Vakanz eingeschlafen ist. In den ersten beiden Wochen hat Florian Wagner viele Besuche gemacht, drei Gemeindeglieder beerdigt und mit den Konfirmanden gearbeitet. Zurzeit ist er dabei, ein Krippenspiel zu organisieren und zuversichtlich, dass sich ausreichend Kinder finden werden, die mitmachen wollen. Ganz neu ist für ihn die Verwaltungsarbeit. „Da muss ich mich erst noch reinfinden“ sagt er.

Dass er Pfarrer werden wollte, hat sich für Florian Wagner erst im Laufe seines Studiums herausgestellt. „Ich komme nicht aus einer Pfarrerfamilie und wollte nach dem Abitur eigentlich Lehramt, allerdings auch Religion, machen“, erzählt er. Nach zwei Semestern entschied er sich, zum Theologiestudium zu wechseln. Das absolvierte er in Göttingen, wo er dann auch seine Frau kennenlernte. 2012 begann er dann sein Vikariat in Niederjossa: „Da hat sich bestätigt, dass mir die Arbeit viel Freude macht. Da gehört alles dazu, vom Anfang bis zum Ende des Lebens.“ Durch die Arbeit in der sehr lebendigen Gemeinde Niederjossa sei er auch in seinen eigenen Glauben weiter hineingewachsen, freut er sich.

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit möchte Wagner auf die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen legen. Wichtig ist ihm zudem, dass der Glaube auch wirklich gelebt und im Alltag sichtbar wird.

Von Christine Zacharias

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