Appell an alle Gemeinden und Vereinigungen, Stellungnahmen zu Suedlink abzugeben

Glänzer: Betroffene sollten mitarbeiten

Neuenstein/Kirchheim/Niederaula. Die Strategische Umweltprüfung für das Projekt „Suedlink“ des Netzanbieters Tennet läuft. Die Bundesnetzagentur hat alle Behörden, deren Aufgabenbereich durch den Plan für die Stromtrasse, die von Norddeutschland bis nach Grafenrheinfeld durch ganz Deutschland laufen soll und dabei auch den Kreis Hersfeld-Rotenburg auf dem Gebiet der Gemeinden Neuenstein, Kirchheim und Niederaula durchschneidet, aufgefordert, zu dem Planentwurf schriftlich Stellung zu nehmen. Diese Stellungnahmen sollten bis zum 28. Mai an die Bundesnetzagentur geschickt werden.

„Eine solche Stellungnahme sollten alle abgeben, die von der Stromtrasse berührt werden“, appelliert Bürgermeister Walter Glänzer aus Neuenstein. Denn außer den Behörden sind auch Vereinigungen dazu aufgefordert, ihre Meinung und insbesondere ihre Bedenken zu äußern. Die Stellungnahmen werden, so erläutert Glänzer, in die Umweltaspekte der zukünftigen Planung mit einfließen. In der Strategischen Umweltprüfung (SUP) werden die voraussichtlich erheblichen Umweltauswirkungen der für eine sichere Stromversorgung in Deutschland notwendigen Netzausbaumaßnahmen geprüft, so die Bundesnetzagentur! Die Prüfung bezieht sich auf die Schutzgüter des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes (UVPG): Mensch, einschließlich der menschlichen Gesundheit, Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft. Die Umweltauswirkungen werden im Netzentwicklungsplan (NEP) mit bewertet.

Noch viele Möglichkeiten

„Zudem – und das ist für alle wichtig – werden vernünftige Alternativen geprüft“, erläutert Glänzer. Die Umweltprüfung bildet einen Teil der Entscheidungsgrundlagen für alle nachgelagerten Planungsebenen. Als letztes wird man noch endgültig prüfen müssen welche Leitungen überhaupt benötigt werden. „Man sieht, dass trotz des engen Zeitfensters noch viele Möglichkeiten bestehen, die zukünftige Sicherheit der Stromversorgung durch erneuerbare Energien umweltverträglich zu gestalten“, sagt Walter Glänzer. Und er appelliert an alle Betroffenen: „An unserer Mitarbeit vor Ort soll es nicht mangeln. Deshalb meine Bitte an alle, sich nicht einschläfern zulassen, sondern sich zu beteiligen. Kommt nichts, haben die zukünftigen Netzbetreiber freie Hand und das kann nicht in unserem Sinne sein.“ (red/zac)

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