Bezirkssängerfest mit Liederabend, Ehrungen und zweimal Public Viewing im Festzelt

Mit Gesang zum WM-Titel

Auftritt: Der Gesangverein Liedertafel Gilfershausen unter der Leitung des 81 Jahre jungen Heinz Hartig. Foto:  Apel

Ersrode. Die deutschen Fußballer hatten erst gar keine Konflikte aufkommen lassen. Und so hatten die Ersröder Sängerinnen und Sänger beim Bezirkssängerfest mit zweimal Public Viewing im Festzelt an der alten Schule zweimal volles Haus und nach dem Triumph von Schweini & Co. die Gewissheit, dass das Wochenende in die Geschichte eingehen wird.

Möglicherweise haben die Chorleiter das alles aber auch vorausgesehen, als sie die Beiträge für den Liederabend aussuchten. Der gastgebende, 135 Jahre junge, Gesangverein „Concordia“ sang von den Schönsten und Besten und von den sieben Brücken, über die man gehen muss, um zum hellen Schein zu gelangen. Der Gesangverein „Liedertafel“ Gilfershausen prophezeite: „Dies ist ein großer Tag!“ Er ließ Gitarren erklingen, Freunde singen und bei seinen Melodien zum Verlieben hieß es: „Bald kommt das Glück auch zu Dir!“

Die Chorgruppe Oberes Geistal stimmte das „Bierlied“ an und ließ über der Heimat die Sterne erstrahlen. Der mit Sängern des MGV Malsfeld verstärkte Chor des MGV Niederbeisheim intonierte das „Weinlied“ und gemeinsam mit den Sängerinnen des Landfrauenvereins Niederbeisheim sang er aus voller Brust: „Schön ist das Leben, du musst es nur lieben!“

Und möglicherweise gibt es ja auch einen Fußballer, den die wie immer herzerwärmend singenden Frauen des russlanddeutschen Chors „Rabinuschka“ vor Augen hatten, als sie sangen: „Mein Schatz hat blaue Augen!“

Nur der von Hildegard Kuchler geleitete Gemischte Chor Niederthalhausen ließ sich nicht so sehr in dieses Schema einordnen. Sehr andächtig verbreitete er Freude mit der Weise „Wenn ich ein Glöcklein wär“, bei der Lena Ehrhardt und Helmut Wehnes mit ihren herrlichen Solostimmen herausragten.

Beschwingt ging es weiter mit „La Pastorella“, ehe die singende Truppe aus dem Besengrund mit Berliner Schnauze und wehenden blauen Shorts empfahl: „Pack die Badehose ein!“

Zugabe und Schlusspunkt war das Masithi-Amen, für das es wie für alle anderen Lieder reichlich Applaus gab.

Von Wilfried Apel

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