Polizei stoppt Mercedesfahrer mit 134 Stundenkilometern

Gerast trotz Blitzaktion

Bitte anhalten: An der Messstelle an der B 27 in Mecklar kontrollierte die Polizei gestern während des bundesweiten Blitz-Marathons zahlreiche Autofahrer. Foto: Manns

Mecklar. Kaum ein Autofahrer, der nicht wusste, dass die Polizei gestern im gesamten Bundesgebiet mit einem Blitz-Marathon den Rasern auf der Spur war. Umso überraschter waren die Polizeibeamten an der Kontrollstelle in Mecklar an der B 27, als dort trotzdem zahlreiche Raser ins Netz gingen. Auch das Überholverbot, wo sich die Fahrbahn von zwei auf eine Spur verengt, ist von einem Verkehrsteilnehmer nicht beachtet worden.

In diesem Bereich der B 27 ist Tempo 100 erlaubt, zahlreiche Autofahrer waren jedoch mit 110 bis 117 km/h unterwegs. Das wurde mit einem Verwarnungsgeld geahndet. Spitzenreiter war ein Verkehrsteilnehmer mit einem Mercedes SLK 600, bei dem die Radarpistole 134 km/h anzeigte. Die Folge wird ein Bußgeld sein. Der Fahrer nahm es gelassen. „Ich bin Spitze“, so seine Aussage und er bestätigte auf Nachfrage, dass er diese Aktion trotzdem sehr gut findet. Genau so wie eine Pkw-Fahrerin, die geblitzt wurde und etwas kleinlaut zugab, dass ihr Mann selbst bei der Polizei beschäftigt sei. Die überwiegende Mehrheit der „Geblitzten“ äußerte sich positiv zum gestrigen Blitz-Tag.

Dem Verkehrstod vorbeugen

Mit dem lange vorher in allen Medien angekündigten Blitzer-Marathon gegen die Raserei auf Deutschlands Straßen, will die Polizei dem Verkehrstod, als Folge zu schnellen Fahrens, vorbeugen, erläuterte ein Polizeisprecher. Die Aktion sollte dazu beitragen, die Raser ins Visier zu nehmen, denn sie bringen sich und andere Verkehrsteilnehmer in die Gefahr schwerster Verletzungen oder des Todes.

Ziel dieser Aktion sei es nicht, eine Vielzahl von Verstößen festzustellen, sondern diese durch die Bekanntgabe der Messstellen von vornherein zu reduzieren, machte der Polizeisprecher deutlich. (gm/zac)

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