Ludwigsauer Gemeindevertreter wollen Belastungen durch Straße und Schiene verringern

Gegen den Verkehrslärm

Leben mit Auto- und Schienenlärm in Friedlos: Die Bundesstraße 27 und die Bahnstrecke Bebra-Fulda führen durch den Ludwigsauer Ortsteil. Foto: Manns

Friedlos. Die Gemeinde Ludwigsau wird die Bemühungen des Vereins „Bündnis gegen Bahnlärm“ für besseren Lärmschutz der Anreiner der Bahnstrecke unterstützen. Beide Fraktionen stimmten einem entsprechenden Antrag der SPD zur aktiven Lärmsanierung durch Schallschutzwände zu.

Die Redner waren sich einig, dass hier etwas geschehen müsse, damit die Bürger vor dem gesundheitsschädlichen Bahnlärm geschützt werden. SPD-Vertreter Heino Stange wies dabei auf die zunehmende Verlagerung der Güterzüge in die Nachtstunden hin. Gerade da brauche der Mensch aber seine Ruhe. Auch die alten und erheblich lauteren Güterwagen seien ein großes Problem.

Bisher nichts bewegt

Die Bemühungen des Gemeindevorstandes über die örtlichen Landes- und Bundestagsabgeordneten habe bis jetzt noch nichts bewegt. Bürgermeister Thomas Baumann hatte zuvor berichtet, dass nach Auskunft des Bundesverkehrsministeriums 2007 nach Überprüfung von 48 Wohnungen am Ende 20 übriggeblieben seien, die einen Zuschuss für passive Lärmschutzmaßnahmen erhielten. Dabei wurden 23 Fenster und 14 Lüfter mit einem Zuschussbetrag von insgesamt 18 000 Euro gefördert, was man eigentlich nicht als Lärmsanierung bezeichnen könne. Heinrich Fink machte an seinem Beispiel deutlich, dass er mit der Lärmsanierung nicht weit her sein könne. Wenn er schon für sein Haus 5000 Euro bekommen habe, die Gesamtmaßnahme aber mit 18 000 Euro angegeben sei, dann frage er sich, wie die Zahl von 20 sanierten Wohnungen zustandekomme.

Einstimmig angenommen wurde auch ein weiterer SPD-Antrag zu schon seit 40 Jahren andauernden Planungen zur Verlegung der B 27 in Friedlos und Mecklar. Danach soll sich der Gemeindevorstand für die Aufnahme der sogenannten Planungsvariante 6.3 der Ortsumgehung Friedlos in den neuen Bundesverkehrswegeplan stark machen. Zuletzt waren die Ludwigsauer Kommunalpolitiker in einer nicht öffentlichen Informationsveranstaltung von Hessen Mobil über den neuesten Stand der Planungen unterrichtet worden. SPD-Fraktionsvorsitzender Rainer Koch machte deutlich, dass man das Pflänzchen Hoffnung erhalten und weiter züchten sollte.

CDU-Vertreter Heinrich Fink verwies auf Probleme im Bereich der Trassenvariante im Bereich des Giegenberges und die dadurch notwendige Verlegung der Fulda. Er teile den aufkeimenden Optimismus, dass jetzt alles schneller und besser wird, wegen der schon seit 40 Jahren andauernden Planung nicht, stimmte aber dennoch zu.

Von Gerhard Manns

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