Erinnerung an Luftschlacht des 2. Weltkrieges

Gedenkfeier für im Weltkrieg Gefallene

Friedlos. Eine kleine Gedenkfeier für im 2. Weltkrieg gefallene amerikanische und deutsche Piloten findet am Donnerstag, 27. September, an einer historischen und bis heute einmaligen Gedenkstätte in Friedlos statt.

Im Luftraum über Eisenach und Bad Hersfeld fand am 27. September 1944 eine der größten und verlustreichsten Luftschlachten zwischen einem amerikanischen Bomberverband und deutschen Jagdflugzeugen des 2. Weltkrieges statt. Für die amerikanische 445. Bombergruppe der 8. USAAF ein Desaster. Sie verloren von den in England gestarteten 35 „B-24 Liberator-Bombern“ 30, davon 25 über deutschem Boden. 118 amerikanische Flieger verloren dabei ihr Leben, darunter elf Flieger, die nach der Fallschirmlandung ermordet wurden. Auf deutscher Seite gingen 29 Jagdflugzeuge verloren und 18 Piloten fanden dabei den Tod.

Genau an der Stelle im Seulingswald, wo die Führungsmaschine der amerikanischen Bombergruppe abgeschossen wurde und am Boden zerschellte, wurde 1990 eine Gedenkstätte zur Mahnung und Versöhnung errichtet und am 1. August desselben Jahres eingeweiht. Seither findet alljährlich zum Jahrestag dieser damaligen Katastrophe eine Gedenkfeier zu Ehren der gefallenen amerikanischen und deutschen Flieger satt.

Der Beginn der Gedenkfeier ist um 11 Uhr, die Anfahrt erfolgt über die Zufahrt zur Kreismülldeponie und ist ab dem Abzweig von der B 27 in der Ortsmitte von Ludwigsau-Friedlos ausgeschildert. Als Redner haben sich Oberstleutnant der Reserve Carsten Trinks, der Ludwigsauer Bürgermeister Thomas Baumann sowie der Mitinitiator der Gedenkstätte, Walter Hassenpflug angekündigt. Musikalisch umrahmt wird die Feierstunde von der Jagdhornbläsergruppe Manfred Gieb und dem Stabsunteroffizier der Reserve, Thomas Conrad von der Reservistenkameradschaft Bad Hersfeld, mit den Trompetensolo „Tap“ und „Der gute Kamerad“. (gm)

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