Die evangelische Kirche im Kreis stellt Gebäude zur Verfügung

Flüchtlinge ziehen ins Rohrbacher Pfarrhaus

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Idyllisch gelegen: Etwa 100 Quadratmeter Wohnfläche stehen im Pfarrhaus von Rohrbach zur Verfügung. Die evangelische Kirche stellt das Gebäude für Flüchtlinge zur Verfügung.

Ludwigsau. Auch die evangelische Kirche im Kreis Hersfeld-Rotenburg stellt ein Gebäude als Unterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung. In das ehemalige Pfarrhaus in Ludwigsau-Rohrbach werden in Kürze Flüchtlinge einziehen.

Der Landkreis hat das leerstehende Pfarrhaus seit 1. April angemietet. Der Mietvertrag wurde mit der Kirchengemeinde vor Ort geschlossen.

In dem Haus stehen etwa 100 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Zurzeit wird die Wohnung noch eingerichtet, teilte Jessica Dick auf Anfrage unserer Zeitung mit. Jessica Dick ist Mitarbeiterin der Pressestelle des Landkreises.

„Naheliegender Weise wird das Haus später vorwiegend Flüchtlingen mit christlichem Glauben als Unterkunft dienen“, hatte der Landkreis bereits zuvor mitgeteilt. Etwa ein Zehntel der Flüchtlinge im Kreis seien Christen.

Noch keine Flüchtlinge im Ort

Ob in das Pfarrhaus Familien einziehen oder Einzelpersonen und wie viele es sein werden, ist nach Angaben von Dick zurzeit noch nicht klar. Wann die Flüchtlinge einziehen, steht ebenfalls noch nicht fest. Die Vorbereitungsarbeiten werden aber voraussichtlich noch mindestens 14 Tage in Anspruch nehmen. Bislang sind in Rohrbach noch keine Flüchtlinge untergebracht.

Die evangelische Kirche im Kreis Hersfeld-Rotenburg sieht sich nicht in der Lage, neben dem Pfarrhaus noch weitere Wohnungen oder Häuser als Unterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Die anderen Gebäude seien belegt. Pfarrhäuser, wo die Pfarrstellen aufgegeben worden seien, und andere freie Häuser seien mittlerweile verkauft oder vermietet worden, betonten Dekanin Gisela Strohriegl und Dekan Frank Hofmann für die Kirchenkreise Rotenburg und Hersfeld.

Gemeindehaus abgerissen

„Es gibt zurzeit keine weiteren Immobilien, die in Frage kommen“, betonte Hofmann. Die Gemeindehäuser seien belegt und auch nicht geeignet für die Unterbringung von Flüchtlingen, sagte Strohriegl. „Wir haben den Gebäudebestand in den vergangenen Jahren auch reduziert“, sagte Hofmann. „Im Kirchenkreis Rotenburg haben wir uns in den vergangenen Jahren von etwa 20 Prozent der Fläche getrennt“, erklärte Strohriegl. Im Jahr 2012 war ein Gemeindehaus sogar abgerissen worden – das Gemeindehaus St. Georg in Rotenburg. (dup)

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