Arek vom Hessenauer Kreuz macht seinem Herrchen Thomas Groß alle Ehre

Familienhund holt den Titel

Der Obergeiser Hundesportler Thomas Groß mit Arek vom Hessenauer Kreuz bei der Deutschen Meisterschaft in Weissach.

Obergeis. Thomas Groß erwischte mit seinem Malinois Arek vom Hessenauer Kreuz einen hervorragenden Tag und kehrte mit dem Titel des Deutschen Meisters in der Tasche aus Weissach im Tal in die Heimat zurück. Der Sieg kam unerwartet, die Freude darüber war umso größer. „Bei dieser Meisterschaft hat einfach alles gepasst“, erzählt der 42-Jährige hinterher.

Einen Zähler Vorsprung

In den drei Wettbewerben Fährtenarbeit, Schutzdienst und Gehorsam war der Malinois aus Obergeis sehr gut bei der Sache. Die Leistungen von Hund und Herrchen wurden von den Kampfrichtern mit 285 Gesamtpunkten bewertet. Damit holte sich Thomas Groß mit Arek den Titel mit einem Punkt Vorsprung vor seinem ärgsten Kontrahenten Günter Hytra. Siegfried Olbrich landete bei dieser Meisterschaft mit Laron vom Fürther Moor im Mittelfeld.

Mit dem Titel schaffte der Obergeiser auch den Sprung zu den Meisterschaften des Verbandes für das deutsche Hundewesen (VdH). Hier treffen die besten Hunde aller Rassen aufeinander. 60 Teilnehmer werden in Cottbus erwartet und es gibt nur einen Sieger. Der fährt anschließend zur Hundesport-Weltmeisterschaft nach Ungarn.

Einen ähnlich hoch angesehenen Wettkampf wie die VdH-Meisterschaft bestritt Thomas Groß mit Arek im vergangenen Jahr beim Championat, also der Deutschen Meisterschaft der Malinois-Hunde. Hierbei erarbeitete er sich auf Anhieb Rang zwölf. Die Fährtenarbeit während des Championats bewältigte Arek als bester Hund des gesamten Teilnehmerfeldes.

Wenn man im Hundesport vorn dabei sein will, muss ständig trainiert werden. Die Trainingsmethodik hat sich im Laufe der Zeit geändert. Mittlerweile wird mit Futter als Belohnung gearbeitet und der Spaß an der Arbeit steht im Vordergrund. Das ist aber langwierig und fordert viel Geduld von den Hundesportlern. Den Hunden aber gefällt’s. Zwei- bis dreimal pro Woche findet man den 42-Jährigen mit seinem knapp fünfjährigen Vierbeiner auf dem Trainingsgelände. „Vor wichtigen Wettkämpfen steigert sich das auf eine fast tägliche Trainingsarbeit“. Arek ist aber kein Sporthund, der nur auf Trainingsplätzen für die Wettkämpfe „getrimmt“ wird, sondern gehört ganz selbstverständlich zur Familie Groß. Er lebt im Haus des Gärtnereibesitzers, wird auch mal von den beiden Jungs ausgeführt und fährt natürlich mit in den Sommerurlaub. „Meine ganze Familie steht auch hinter dem Hundesport. Sonst würde es nichts werden, jedenfalls nicht in dieser Form“, betonte der Obergeiser.

Der Vater liebte Boxer

Sein Herz für die Vierbeiner hat Thomas Groß früh entdeckt. Bereits bei seinen Eltern gehörte immer auch ein Hund zur Familie. „Mein Vater hat Boxer gehalten. Mit 21 Jahren hatte ich meinen ersten eigenen Hund.“ Zunächst waren das auch welche der Rasse Boxer, aber irgendwann schaffte er sich einen Malinois an. Diese Hunderasse sei arbeitsfreudig, arbeitsbereit und körperlich absolut fit.

Von Thomas Klemm

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