Rohrbacher Chöre gestalteten zwei Konzertabende in voll besetzten Kirchen

Erfrischende Melodien

Die beiden Chorleiter Nelly Neufeld und Stefan Sunkel (Bildmitte vor dem Altar) stellen sich mit dem Frauensingkreis und dem Männergesangverein als gemischtem Chor dem Schlussapplaus Foto:  Schütrumpf

Rohrbach. Heute ist Chor und ich gehe hin! – Unter diesem Motto hatten der Männergesangverein und der Frauensingkreis Rohrbach zu zwei Konzerten in die Kirchen in Gerterode und Rohrbach eingeladen.

Dass sich so viele Menschen dieses Motto zu Eigen machten, damit hatte niemand gerechnet. In Rohrbach waren alle Sitz- und Stehplätze besetzt, so dass sich einige Besucher, unverrichteter Dinge, wieder auf den Heimweg begeben mussten. Die, die einen Platz gefunden hatten, bekamen ein fast dreistündiges, unterhaltsames und niveauvolles Programm geboten. Nach der Eröffnung mit „Laudate“, an der alle Aktiven beteiligt waren, stellten die Chöre die Schwerpunkte ihrer Arbeit in mehreren Programmblöcken vor.

Einen gelungenen Einstieg fand man zunächst mit erfrischenden Frühlings- und bekannten Schlagermelodien. Unterstützt wurden die Sänger in hervorragender Weise durch Theresa Bender und Marina Vysotsky am Klavier.

Verbunden mit der Kirche

In dem zweiten Programmabschnitt zeigten die Chöre ihre Verbundenheit mit dem kirchlichen Leben. Liedern wie „Vater unser“, „Halleluja, sing ein Lied“ oder „Lobe den Herrn“ zeigten das gesanglich hohe Niveau. Dann bildete sich ein aus sieben Personen besetzter „kleiner Chor“, der mit Unterstützung von vier Flötenspielern die Lieder „Wir strecken uns nach Dir“ und „Irischer Segen“ vortrug. Pfarrerin Ludwig-Heiderich ergänzte das Konzert mit liturgische Beiträgen.

Die Leiden des Sängers

In dem Programmpunkt „Singstunde“ der von Georg Schmitt mit einer heiteren Betrachtung über die Leiden eines Sängers während der Übungsstunden vorgestellt wurde, zeigte sich, dass traditioneller Chorgesang auch heute noch Anklang beim Publikum findet. Mit dem Projektchor wagte man sich, wie Anneli Lübben erklärte, an in Englisch vorgetragene Lieder.

Zum Abschluss präsentierte Nelly Neufeld mit dem Frauensingkreis zwei in deutsch vorgetragene Abba-Songs. Stefan Sunkel wollte mit den Männern dem nicht nachstehen und brachte die Welthits „You raise me up“ und „The rose in deutscher Fassung zu Gehör. Beide Chorleiter zeigten während des gesamten Konzertes, wie sich Begeisterung, die man selbst ausstrahlt, auf die Sänger und das Publikum überträgt.

Mit dem gemeinsam vorgetragenen „Lobt den Herrn der Welt“ wurde das Konzert beendet. Dies sahen die Besucher allerdings nicht so. Sie forderten begeistert Zugabe, die ihnen auch gewährt wurde. Spätestens da, als alle mitsangen, wusste der Chor, dass er mit seinem Motto für den Abend recht gehabt hatte.

Von Peter Schütrumpf

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