Neuensteins Bürgermeister kündigt Widerstand an - Kritik auch aus Ludwigsau

Empörung über Trassenbau-Pläne im Geistal

Walter Glänzer

Neuenstein. Empört haben Kommunalpolitiker auf die jetzt bekannt gewordenen Pläne über eine mögliche Schnellbahntrasse durch das Geistal reagiert. „Ich habe davon aus der Presse erfahren, niemand hat uns vorab informiert“, sagte Neuensteins Bürgermeister Walter Glänzer. Er kündigte erbitterten Widerstand gegen die Planungen an. Auch der SPD-Fraktionschef von Ludwigsau, Rainer Koch, reagierte verärgert auf eine mögliche weitere Belastung seiner Gemeinde durch eine weitere Trasse.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth plädiert dafür, die Pläne zunächst genau zu prüfen. Der genaue Trassenverlauf sei noch gar nicht festgelegt. Die jetzt aufgeführten Verlaufspläne dienten nur als Bewertungsgrundlage. Deshalb sollten alle Entscheidungsträger in Bund, Land und vor Ort mit der Bahn intensiv die erste Planungsstufe erörtern und kritisch begleiten. „Mit der Aufnahme eines Projekts in den neuen Bundesverkehrswegeplan ist keineswegs eine detaillierte Planung und ein umgehender Baubeginn verbunden“, beruhigt Roth.

Bis zum 2. Mai haben zudem die Bürger die Möglichkeit, zu dem Projekt Stellung zu nehmen. Alle Pläne sind unter ww.bvwp2030.de im Internet einzusehen. Alle Stellungnahmen würden fachlich geprüft und der Bundesverkehrswegeplan bis Juli 2016 überarbeitet, so Roth. (kai)

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