Mountainbiker sehen ideale Bedingungen

Liftbetrieb im Sommer: Der Eisenberg könnte Zentrum für Radfahrer werden

+
Funktioniert auch ohne Schnee: Beim Sommercamp der Skiklubs im Jahr 2009 wurde der Eisenberg-Lift fürs Grasski-Fahren im Sommer in Betrieb genommen. Jetzt gibt es Überlegungen, im Sommer Fahrräder den Hang hinaufzuziehen.

Neuenstein/Kirchheim. Der 636 Meter hohe Eisenberg, die höchste Erhebung im Kreis Hersfeld-Rotenburg, könnte zum Mekka für Freizeit- und Sportradler werden. Darüber wurde bei einem Treffen der Freunde des Eisenbergs berichtet.

Bereits im Dezember hatte der zweite Vorsitzende des Radsportvereins Bad Hersfeld, Peter Hartwig, unter der Bezeichnung Bergkönig eine Großveranstaltung für Straßenfahrer für den 4.September angekündigt. Ein Bergzeitfahren von Willingshain auf den Eisenberg „mit allem drum und dran“ ist in Planung. Am 1. Januar hatte der Verein auf dem Eisenberg sein zweites - nicht ganz ernstes - Mountainbike-Neujahrsspringen veranstaltet.

Jetzt meldeten sich mit Elmar Henrich und David Göller zwei begeisterte Downhill-Fahrer zu Wort. Sie sehen in der vorhandenen Skipiste ideale Voraussetzungen für die Einrichtung von Mountainbike-Strecken.

Drei Trassen 

Beide Radsportler haben sich die Skipiste, den Lift und die Möglichkeiten dort bereits angeschaut. Danach könne der Skilift relativ einfach für den Transport von Fahrrädern umgebaut werden. Auch die Strecken könnten mit wenig finanziellem Aufwand in Eigenleistung errichtet werden. Gleich drei mögliche Trassen schlugen die Downhiller vor und hatten dafür sogar schon Namen gefunden: Die „Blechbiege“, eine einfache Variante für Anfänger, die „Ironline“, eine etwas anspruchsvollere Strecke und der „Schwarze Ritter“, für Profis und Hasardeure.

Es sei aber auch möglich, so Göller, die Skiabfahrt erst einmal so zu belassen und erst dann zu gestalten, wenn man sehe dass das Angebot auch angenommen werde. Dazu haben Göller und Henrich bereits ein mehrstufiges Werbekonzept erarbeitet, mit einem Eröffnungsevent, speziellen Angeboten für Jugendliche oder durch das Verleihen von Fahrrädern. Wichtig sei die Kontinuität, zum Beispiel Liftbetrieb an jeden Samstag und überregionale Werbung in einer Ausbaustufe. Natürlich müsse die Gastronomie in den Betrieb mit einbezogen werden.

Testbetrieb 

Jetzt müssen erst mal rechtliche und umweltverträgliche Aspekte geprüft werden und dann soll ein Testbetrieb für den Transport der Räder organisiert werden. „Es gibt nur wenige Strecken für diesen Sport“, sagte Göller, entsprechend groß sei die Nachfrage.

Von Bernd Löwenberger

Kommentare