Informationsveranstaltung zum Thema Windkraft

Einsetzen für Menschen und Natur

Lebensqualität in Neuenstein: Die Mitglieder der Bürgerinitiative wehren sich nicht nur gegen die geplante Starkstromtrasse Suedlink, sondern auch dagegen, dass die Höhen rund um Neuenstein mit Windrädern zugestellt werden. Dabei werden sie von Bürgermeister Walter Glänzer (Dritter von links) und dem Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich (CDU) unterstützt. Informationen gab es von Dezernatsleiterin Susanne Linneweber vom Regierungspräsidium Kassel. Foto: nh

Aua. Die Bürgerinitiative Lebensqualität Neuenstein hat gemeinsam mit der Gemeinde Neuenstein zur Infoveranstaltung Windkraft eingeladen. Neben zahlreichen Neuensteiner Bürgern folgten der Einladung auch Interessierte aus den Nachbargemeinden Ludwigsau und Knüllwald, welche gleichfalls von den beiden Windvorranggebieten HEF_18 und HEF_22 betroffen wären.

In der lebhaften Diskussion stellten sich der neben dem Neuensteiner Bürgermeister Walter Glänzer, dem Vorsitzenden der Bürgerinitiative Dr. Lars Niebel auch die zuständige Dezernatsleiterin Susanne Linneweber vom Regierungspräsidium Kassel und der heimische Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich den Fragen der Anwesenden. Zuvor hatten sie umfangreiche Informationen gegeben. Es kam zu einer hitzigen Diskussion über die Vorgehensweise bei der Planung und Durchführung solcher Großprojekte.

Niebel und Glänzer verwiesen insbesondere auf die besondere Situation vor Ort, welche bereits durch massivste Einschnitte wie die ICE-Neubaustrecke, die A7 und zwei 380 kV-Höchstspannungsleitungen sowie die geplante SuedLink-Trasse besonders geprägt und belastend für die Bürger von Neuenstein sei. Das Zumutbare für die Neuensteiner Bürger sei bereits jetzt durch die starke Überbündelung mehr als erreicht, waren sich die Bürger, Niebel und Glänzer einig. Man werde in Zukunft gemeinsam mit den benachbarten Gemeinden gegen die Windvorrangflächen kämpfen und sich zusammenschließen, um jedes erdenkliche Mittel auszuschöpfen.

„In Neuenstein haben wir schließlich durch den Kampf gegen SuedLink schon hilfreiche Erfahrungen sammeln können“, gaben sich Glänzer und Niebel kämpferisch. „Wir werden uns dieses Wissen zu Nutze machen und für die Erhaltung unserer schönen Mittelgebirgslandschaft zusammen mit den Bürgern vor Ort gegen diese Planungen angehen“, so die beiden. (red/zac)

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