Magnus Hemmenstädt war bei Planspiel dabei

Einmal Politiker in Berlin sein

Magnus Hemmenstädt aus Mecklar war beim Planspiel „Jugend und Parlament“ des Bundestages dabei. Der 19-Jährige schlüpfte in die Rolle eines Abgeordneten und konnte mit Michael Roth (links) neue Eindrücke diskutieren. Foto: nh

Mecklar/Berlin. Für Magnus Hemmenstädt erfüllte sich ein großer Traum: „Einmal im Leben Abgeordneter sein und die eigenen Ideen als Gesetze verabschieden.“ Auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Roth kam der aus Mecklar stammende für „Jugend und Parlament“ nach Berlin. Gemeinsam mit 315 Jugendlichen aus ganz Deutschland nahm er an dem Planspiel teil und erlebte das Politikgeschehen in der Hauptstadt hautnah mit.

Die Jugendlichen übernahmen für vier Tage die Rollen von Abgeordneten und organisierten sich in Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Sie berieten über Gesetze, trafen sich zu Fraktionssitzungen und Debatten im Plenarsaal des Bundestags, in den normalerweise nur Abgeordnete und Saaldiener dürfen. Auch Magnus Hemmenstädt hielt dort eine Rede.

Neben einer Neugestaltung des Einwanderungsgesetzes verhandelten die jungen Abgeordneten über die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit dem fiktiven Balkanstaat Illyrien. „Die Themen sind brisant und spielen eine wichtige Rolle in der aktuellen politischen Debatte“, so Michael Roth, der sich als Europa-Staatsminister täglich mit Fragen zur Flüchtlingssituation und der europäischen Integration befasst.

Schwierige Kompromisse

Vor allem in der Schlussdebatte am letzten Tag zeigte sich, wie intensiv sich die jungen Menschen mit den Themen auseinandergesetzt haben. „Es ging teilweise hin und her in den Sitzungen und eine Kompromissfindung war mehr als schwierig. Mir wurde die Rolle eines Abgeordneten der oppositionellen linken Fraktion zugelost. Gerade in dieser Position konnten wir sehr leicht überstimmt werden“, erzählte Hemmenstädt von seinen Eindrücken.

Was Hemmenstädt später mal werden will? „Abgeordneter im Bundestag wäre schon toll“. Möglicherweise war es also nicht das letzte Mal, dass er eine Plenardebatte im Bundestag führte. (red/nm)

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