Landwirtschaftsminister Schmidt will vernünftige Rahmenbedingungen für Bauern

Damit’s gut weitergeht

Prominente Wahlkampfunterstützung: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (rechts) kam zu einer Veranstaltung mit Landratskandidat Michael Koch (links) nach Friedlos. Darüber freute sich auch Bundestagsabgeordneter Helmut Heiderich. Foto: Apel

Friedlos. Großer Bahnhof vor dem Bürgerhaus des größten Ortsteils der bis heute noch teilweise von der Landwirtschaft geprägten Gemeinde Ludwigsau. CDU-Landratskandidat Dr. Michael Koch begrüßt den von Frielendorf nach Friedlos geeilten Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Schon in der Schwalm hat der fränkische CSU-Politiker CDU-Landratskandidat Mark Weinmeister Schützenhilfe geleistet und zum Thema Landwirtschaft gesprochen.

Nach dem Auftritt der bayerisch-weiß-blau gewandeten und zu Abba-Melodien tanzenden Meckbacher Jugendgarde und der Vorstellung des 41-jährigen, für den Chefsessel im Kreishaus kandidierenden Verwaltungsjuristen Koch, der beklagt, dass man als Landwirt fast schon Verwaltungsrecht studieren müsse, um sich im Subventionsdschungel zurechtzufinden, ist Schmidt an der Reihe. Mit einem „Grüß Gott“ outet er sich als evangelischer Franke mit hessischer Frau. Augenzwinkernd erzählt er von seinen ersten Begegnungen mit Franz-Josef Strauß und Alfred Dregger und davon, dass er als Staatssekretär im Verteidigungsministerium mit Namensvetter und Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt alle Anstrengungen unternommen habe, um in Sachen Alheimer-Kaserne die Dinge zum Besseren zu wenden. Jetzt könne er den Hilferuf der Region nur an die Ministerkollegin weiterleiten.

Sachlich und nachhaltig

„Mir liegt an sachlicher und nachhaltiger Arbeit“, betont er, „und deshalb kann ich auch nicht verstehen, dass in Deutschland Misstrauen gegen alles und jedes besteht.“ Er schlägt den Bogen zur Landwirtschaft und stellt fest: „Manchmal habe ich den Eindruck, als sei Landwirtschaft eine staatsgefährdende Aktion, und als sei der betroffene Bauer daran schuld, wenn er –wie neulich geschehen – von einem Bullen zu Tode getrampelt wird. Da stimmt etwas nicht!“ Er bricht eine Lanze für die kleinen und mittleren Höfe, für die insbesondere Landwirtschaft nicht Liebhaberei, sondern Erwerbsquelle sei: „Die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Es kann nicht sein, dass es nach 2020 nichts mehr gibt!“

Dem Wettbewerb stellen

Angesichts der Ende März auslaufenden Milchquotenregelung sieht der Minister Milcherzeuger und Molkereien besser aufgestellt als noch vor ein paar Jahren. In aller Sachlichkeit stellt er fest: „Man kann nicht alle Probleme mit Interventionen lösen. Wir müssen nach vorne schauen und uns – auch ohne Exportsubventionen – dem Wettbewerb stellen!“ Schmidt will dafür sorgen, dass diejenigen, die zu viel Milch liefern, nicht übermäßig belastet werden, und auch in Sachen Tierhaltung und Bodendüngung will er sich in den entsprechenden Gremien dafür einsetzen, dass es vernünftig weiter geht.

Sein offensichtlich ehrliches Bemühen um gute Politik kommt an und erst recht das Zitat von Franz-Josef Strauß, das er den später mit ihm Einzelfragen diskutierenden Parteifreunden mit auf den Weg gibt: „Nichts ist wichtiger als die Pflicht zur Sachkunde!“

Von Wilfried Apel

Kommentare