Kartoffelfest in Raboldshausen mit alten Erntemaschinen und Köstlichkeiten aus dem großen Topf

Dämpfkartoffeln und Duckfett

Raboldshausen. Zu einem Fest rund um die Kartoffel hatten die Oldtimer- und Traktorfreunde Neuenstein am Sonntag auf die Flachsröste in Raboldshausen eingeladen.

Ab 11 Uhr konnten die Besucher, die den Weg zum Fest meist mit einem Spaziergang verbanden, zahlreiche landwirtschaftliche Maschinen aus der Vergangenheit bewundern. Neben alten Traktoren gab es dabei auch viele Geräte zu sehen, die zum Setzen oder zum Ernten der Kartoffeln in den vergangenen rund einhundert Jahren zum Einsatz kamen.

Das reichte vom einfachen Pflug aus 1889 über den Roder aus den 50er Jahren bis hin zu halbautomatischen Maschinen aus der Zeit um 1970, auf denen die Erntehelfer mitfahren konnten und von dem Förderband, das ihnen die Kartoffeln auf Stehhöhe anlieferte nur noch Steine und Dreckklumpen aussortieren mussten.

Kartoffelfest in Raboldshausen

Zu einem Fest rund um die Kartoffel hatten die Oldtimer- und Traktorfreunde Neuenstein am Sonntag auf die Flachsröste in Raboldshausen eingeladen. Neben einer Ausstellung alter Werkzeuge und Geräte, waren Dämpfkartoffeln mit Duckfett ein Publikumsmagnet.

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Neben Würstchen und Steaks freuten sich viele Gäste besonders auf Dämpfkartoffeln mit Duckfett. Einen Zentner frisch gewaschene Kartoffeln hatte Otto Becker in einem Kartoffeldämpfer geschüttet, mit Wasser aufgefüllt und darunter ein Holzfeuer entfacht. „Wie eine Art Schnellkochtopf, aber ohne Druck, funktioniert der Dämpfer“, erklärte Becker, der früher noch als Maschinist mit den sehr viel größeren Dämpfern der Dämpfkolonne von Hof zu Hof zog.

90 Minuten Garzeit

Etwa 90 Minuten Garzeit hatte der Kartoffelkocher angesetzt, legte aber, nachdem er mit einem Edelstahlstab die Festigkeit der Kartoffeln geprüft hatte, noch einige Minuten drauf. Erst als die Gäste ungeduldig wurden, schüttete er das Wasser ab und endlich konnten die Kartoffeln auf Teller verteilt und mit schmackhaftem heißen Duckfett zum Verzehr angeboten werden.

Von Bernd Löwenberger

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