Die Volkstanzgruppe Ludwigsau-Tann besucht Folkloretreffen in Kolumbien

Cumbia trifft Polka

Die Volkstanzgruppe Ludwigsau-Tann vor der Vorstellung auf dem Plaza de la Trinidad in Cartagena de Indias. Die Gruppe tanzte außerdem in den Städten Sincelejo, Cordoba und Magangue. Foto: privat

Tann. Ihre Sommerfahrt führte die Tänzerinnen und Tänzer der Volkstanzgruppe Ludwigsau-Tann nach Cartagena de Indias und Umgebung in Kolumbien. Cartagena de Indias liegt an der Karibikküste im Norden des Landes und ist Hauptstadt des Departements Bolivar mit circa einer Million Einwohnern.

Beim letzten Internationalen Folklore Festival in Ludwigsau-Tann war die Gruppe „Ballet Folclórico Farallones“ aus Kolumbien zu Gast. Nun statteten die Ludwigsauer einen Gegenbesuch in Kolumbien ab. Der Kontakt zu den „Festivals Musica y Danzas del Mundo“ und „Circuito Folclórico Internacional del Cariibe“ wird von der CIOFF, einer nichtstaatlichen weltweiten Kulturorganisation, die der UNESCO angehört, geknüpft.

Die Teilnehmer der Festivals kamen aus Argentinien, Chile, Peru, Polen, Kolumbien und Deutschland. Aus jedem Land wird nur eine Folkloregruppe eingeladen, die dann die jeweilige Nation vertritt, um Musik, Lieder, Tänze und Brauchtum aus ihrem Heimatland vorzustellen.

Hitzeschock bei der Ankunft

Untergebracht waren die Volkstänzer in Hotels und Gastfamilien. Nach dem ersten Hitzeschock bei der Ankunft in der Nacht haben sich die Jugendlichen in den klimatisierten Hotels erholt und konnten bereits am ersten Morgen die schönen Seiten der Stadt kennenlernen.

Christina Neuber, die die fahrt organisierte und spanisch spricht, wurde in mehreren Fernseh- und Radiointerviews gebeten über das Leben der Jugendlichen in Deutschland zu berichten und die Bevölkerung zu den Tanz- und Musikveranstaltungen einzuladen.

Beim traditionellen gemeinsamen Musik- und Tanzworkshop mit den anderen Nationen, fand ein Austausch zwischen den Kulturen statt. Die Tänzer der Volkstanzgruppe aus Ludwigsau lernten, wie der traditionelle Cumbia getanzt wird und die Kolumbianer versuchten Polka zu tanzen und hessische Lieder zu singen.

Auftritte erst spät abends

Die Tanz- und Musikveranstaltungen fanden meist erst spät abends statt. Auftritte von 40 bis 60 Minuten in verschiedenen Städten waren zu absolvieren. Am Tag gab es genügend Zeit sich von den Anstrengungen der Veranstaltungen zu erholen, zu proben oder etwas zu unternehmen. Für die Jugendlichen aus Ludwigsau waren die Tage in Kolumbien ein unvergessliches Erlebnis. Mit vielen neuen Eindrücken kam die Gruppe nach der langen Flugreise wieder in Ludwigsau an. (red/sch)

Kommentare