Benefizveranstaltung zugunsten Multipler Sklerose auf Schloss Neuenstein

Buntes für guten Zweck

Ein wahrer Ohrenschmaus. Extra aus der bayerischen Rhön angereist waren die Musikerinnen und Musiker der Blaskapelle „Rhönschwung“, die die zahlreichen Gäste bestens unterhielten. Fotos: Schmidl

Saasen. „Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es.“ Diesem Sinnspruch folgend, haben engagierte Bürger aus Neuenstein, allen voran Initiator Horst Rüger und seine Frau Inge sowie die Eheleute Wilfried und Evelin Staufenberg und Heiko und Doris Eschig-Urstadt eine Benefizveranstaltung ins Leben gerufen, bei der nicht nur die Musik, sondern letztendlich auch das Wetter mitspielte.

Wer am Vormittag den Gottesdienst im Innenhof von Schloss Neuenstein besucht hatte, konnte sich in der Mittagspause gleich mit Herzhaftem vom Grill und Erbsensuppe stärken und dabei den Klängen des Blechbläserensembles Jürgen Sprenger lauschen. Schon um 13 Uhr begann das von Bernd Budzig, Geschäftsführer der Schloss Neuenstein GmbH, moderierte Programm.

Geschichten von früher

Fritz Bierwirt, selbst ehrenamtlich sehr engagiert, erfreute mit seinen Mundartvorträgen, Geschichten von früher und wahren Begebenheiten von heute, die er aus dem Stegreif in seiner unnachahmlichen Art erzählen kann. Für den Shantychor Unterhaun unter der Leitung von Heinrich Kurz war es selbstverständlich, für den guten Zweck zu singen. Da stimmten viele Besucher gern ein und ließen sich von den Seemannsliedern zum Schunkeln animieren.

Der Höhepunkt des Programms war die Blaskapelle „Rhönschwung“, die seit Jahren immer wieder gern nach Saasen kommt. Sie begeisterte ihr Publikum mit böhmisch-mährischen und bayerischen Weisen. Die leckeren selbst gebackenen Kuchen und Torten fanden ebenso reißenden Absatz wie die Lose, gekauft in der Hoffnung, einen der attraktiven Preise der von Privat- und Geschäftsleuten reich bestückten Tombola zu gewinnen. Der Erlös aus dem Kuchenverkauf und den verkauften Losen wird der DMSG (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Landesverband Hessen e.V) für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt.

Markus Schubert, Geschäftsführer der DMSG, zeigte sich von so viel beispielhaftem und selbstlosem Einsatz beeindruckt. Gemeinsam mit Barbara Pospiech, stellvertretende Vorsitzende der DMSG und selbst von der Krankheit betroffen, informierte er über das Krankheitsbild und die umfassenden Hilfen, die MS-Kranken das Leben leichter machten. Die DMSG-Beratungsstelle Alsfeld war mit einem Informationsstand vertreten, die heimische Selbsthilfegruppe bot an ihrem Verkaufsstand Handarbeiten und selbst gemachte Marmelade an. Der Erlös kommt der eigenen Gruppe zugute.

Nicht nur viele Neuensteiner Bürger, auch die Gemeindeverwaltung hat sich selbstlos in den Dienst der guten Sache gestellt und das Schloss kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Schirmherrschaft übernahm Bürgermeister Walter Glänzer.

Hintergrund

Von Gudrun Schmidl

Kommentare