Ludwigsauer Haushalt für 2014 vorgestellt – Weiter ohne Kreditaufnahme

„Bringt uns nicht weiter“

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Friedlos. Einen Haushalt, der „uns als Kommune nicht unbedingt weiter bringt“, stellte Bürgermeister Thomas Baumann am Montag im Friedloser Bürgerhaus der Gemeindevetretung von Ludwigsau vor. Gleichwohl wollte der Rathauschef „nicht ohne Zuversicht in die Zukunft blicken“.

Denn obwohl auch die Gemeinde Ludwigsau nach den Worten Baumanns nicht nur gezwungen ist, den Cent zweimal umzudrehen, konnte auch der Etat 2014 wie alle seine Vorgänger ohne Kreditaufnahme finanziert werden. „Viele Kommunen in unserem Landkreis wären glücklich, einen derartigen Haushalt auf den Weg bringen zu können“, sagte der Bürgermeister.

Als Leitlinie gab Baumann aus, „wohl abgewogen mit dem Blick auf das Notwendige und Nötigste das kommunale Leben aufrecht zu erhalten.“

Das bedeutete, dass die Vorschläge der Ortsbeiräte, Fraktionen, der Verwaltung, der Feuerwehren und aller anderer genauestens geprüft werden mussten. Im Ergebnis sei die Liste der Streichungen „leider deutlich länger als die Projekte, die unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel eine Umsetzung erfahren können“, sagte Baumann. Der Bürgermeister erneuerte seine Forderung nach einem modifizierten kommunalen Finanzausgleich, in dem der ländliche Raum als adäquater Partner mit am Tisch sitze.

Als größtes Vorhaben will die Gemeinde in diesem Jahr den Bau einer neuen Kinderkrippe am Standort des früheren „Piratennests“ auf den Weg bringen. Zu Kosten von rund 530 000 Euro werden Zuschüsse in Höhe von 150 000 Euro erwartet.

Kein Rotstift bei der Jugend

„Was dann noch übrig bleibt, sind eigentlich nur noch Gelder für dringend notwendige Sanierungen und Instandhaltungen,“ stellte der Bürgermeister fest. Bauman betonte allerdings, dass alle öffentlichen Einrichtungen am Laufen gehalten werden können und dass die Feuerwehr zumindest von der Ausrüstung her funktioniere. Auch sei bei der Schulsozialarbeit und der kommunalen Jugendarbeit nichts gestrichen worden.

Über die Vorlage werden die Gemeindevertreter in der nächsten Sitzung beraten und entscheiden. (ks/red) links

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