Kita-Leiterinnen haben Zusammenarbeit mit schwedischen Einrichtungen organisiert

Blick über den Tellerrand

Ankunft in Schweden: Ingrid Dombrowski, links, und Petra Rang. Foto: nh

Ludwigsau/Rotenburg. Die beiden Kindertagesstätten Friedlos und Rotenburg (Dreikäsehoch) haben eine Bildungszusammenarbeit mit Kindertagesstätten in Arvika in Mittelschweden ins Leben gerufen. Ende August hatten die Leiterin der Friedloser Einrichtung, Ingrid Dombrowski, und die der Rotenburger Kita Dreikäsehoch, Petra Rang, das Projekt gestartet. Die Bürgermeister Thomas Baumann und Christian Grunwald fördern innovative Bildungsprojekte und unterstützen damit diese Kooperation, heißt es in einer Pressemitteilung.

Hospitation in vier Kitas

Ziel ist es, über den Tellerrand zu schauen und Bildung genauer zu betrachten, die besten Beispiele auszutauschen und voneinander zu lernen. Wichtig sei dabei der direkte Austausch und die Hospitationen in schwedischen Kindergärten. Der Austausch pädagogischer Konzepte und Bildungspläne sei ein grundlegender Bestandteil dieser Zusammenarbeit. So informierten sich Dombrowski und Rang in Arvika umfassend. Im Frühjahr 2015 ist ein Gegenbesuch der schwedischen Kolleginnen in Ludwigsau und Rotenburg geplant. Dombrowski und Rang hospitierten in vier Kindertagesstätten und nahmen damit viel aus dem Alltag der schwedischen Kitas mit. Aber es zeigte sich auch, dass die Ludwigsauer und Rotenburger Kitas mit ihren Erzieherinnen und die schwedischen Kitas in vielen Bereichen gar nicht so weit auseinanderliegen. Unterschiede gebe es jedoch im täglichen Umgang miteinander. In den meisten schwedischen Kitas spüre und lebe man eine besondere Gelassenheit, Ruhe und Wertschätzung, heißt es weiter.

Die schwedischen Kolleginnen zeigten sehr großes Interesse an der Elternarbeit und der allgemeinen Umsetzung in der Praxis, insbesondere an dem Projekt Elternberater in Ludwigsau und Rotenburg sowie dem monatlichen Elterntreff (in Ludwigsau), einer Gesprächsrunde zu pädagogischen Themen. Schwerpunkt des Gegenbesuches in Deutschland wird daher das Thema Elternarbeit sein, kündigen die Kita-Leiterinnen an. (red/sis)

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